SG. Bad Grund (Sab). Was hinter vorgehaltener Hand schon lange gemunkelt wurde, wird immer mehr zur Gewissheit. Eine von drei Grundschulen in der Samtgemeinde wird in Zukunft aufgelöst. Darüber wurde jüngst in der Tagespresse über eine Mitgliederversammlung der SPD Abteilung Badenhausen berichtet. Warum diese Aussage erst jetzt öffentlich getroffen wurde, lässt sich nur erahnen. Im „Zukunftsvertrag", der im Zusammenhang mit der Entscheidung über die Umwandlung der Samtgemeinde in eine Einheitsgemeinde nachzulesen ist, sind derartige Anmerkungen aber bereits vorhanden. Sinkende Einwohnerzahlen und damit auch sinkende Schülerzahlen seien der Grund dafür weiter zu sparen. Und gespart werden muss fast in allen Bereichen, so im Entwurf des Vertrages nachzulesen. So zum Beispiel beim Personal der Samtgemeinde, bei den Kindergärten und letztlich auch bei den Schulen. Drei Grundschulen werden in der Samtgemeinde unterhalten. Die Schule im Teufelstal Bad Grund wird von Kindern aus Bad Grund und Windhausen besucht. Badenhäuser und Gittelder/Teichhütter Kinder besuchen die Grundschule am Kaisergarten in Gittelde. Eisdorfer Kinder und Kinder aus dem Ortsteil Willensen besuchen die Grundschule in Eisdorf.

Ein Blick in die „Statistischen Informationen 2009" des Landkreises Osterode am Harz weist Zahlen aus. In Bad Grund waren es 2008 noch fünf Klassen, in denen 92 Kinder unterrichtet worden. 2006 waren es noch 103 Kinder. Acht Klassen waren es 2008 in Gittelde, genauso wie 2007 und 2006. 166 Kinder wurden 2006 und 2007 unterrichtet, 2008 waren es 152. In Eisdorf drückten 2006 noch 87 Kinder die Schulbank. 93 waren es 2007 und 81 Kinder in fünf Klassen im Jahr 2008. Zahlen, die eigentlich nicht beunruhigen. Zu beachten sei allerdings, so war aus Berichten des Fachausschusses zu hören, einmal die Hochrechnungen der künftigen Schülerzahlen und der bauliche Zustand der Gebäude. Für die Bad Grundner Schule wurden daher schon einmal ein  Gutachten in Auftrag gegeben. Die Eisdorfer Schule wurde erst kürzlich mit erheblichen Mitteln saniert. Energetische Maßnahmen helfen Energie zu sparen. Und auch die Sporthalle, das sogenannte Kultur- und Sportzentrum - KuS - wurde total renoviert und „auf Vordermann“ gebracht. Die Sporthalle in Gittelde wurde ebenfalls mit erheblichen Mitteln aus dem Konjunkturprogramm II saniert. Auch hier werden jetzt Kosten durch energetische Baumaßnahmen eingespart. Der II. Bauabschnitt steht an.

Welche Kosten würde die Sanierung der Grundschule im Teufelstal  verursachen? Mit dieser Frage werden sich sicherlich die noch amtierenden Samtgemeinderatsmitglieder beschäftigen. Möglich wäre es wohl auch, dass sie dieses ihren Nachfolgern überlassen, die ihr Amt nach den Kommunalwahlen im September antreten.