Ilse Ernst, Anni Koch, Elsbeth Lewin, Karl Lüddecke, Ilse Weitemeyer, Ilse Paschke und Irmgard Lüddecke (v. l. n. re.) gehörten zu den ersten ABC-Schützen/innen der Eisdorfer Schule. Fotos: Bordfeld

Eisdorf (pb). Das 75jährige Bestehen des ersten Gebäudes der Grundschule Eisdorf war nicht nur für die heutigen Schüler/innen und Lehrer/innen ein Grund zum Feiern, sondern auch für Ehemalige. Und so fand sich eine große Zahl geladener Gäste vieler Generationen im Kultur- und Sportzentrum (KuSZ) ein, um in Erinnerungen zu schwelgen, beziehungsweise alte, unvergessene Anekdoten, die Schule im Wandel der Zeit, auf- und wahrzunehmen.

Während die heutige Schulleiterin, Iris Keller, alle Gäste aufs herzlichste begrüßte und Mädchen und Jungen der heutigen Grundschule denen, die einst die Schulbank der ein- bis achtklässigen Volksschule drückten, ein Erinnerungsgeschenk überreichten, entführten nicht nur der ehemalige Lehrer, Horst Riehn, sondern auch die ehemaligen Schulleiter/in Walter Rorig und Jutta Spiekermann ins Damals. Dabei ließen sie aber auch die Veränderungen, welche die Lehranstalt und das Gebäude, nicht unerwähnt.

Denn, auch wenn 1962 das Gebäude, welches im Obergeschoss Lehrerwohnungen beherbergte, einen Anbau erhielt, „wanderten“ bereits 1963/64 die siebente und achte Klasse nach Förste ab, die fünfe und sechste Klasse folgten 1966. Somit hatte Eisdorf seine Grundschule.

Jutta Spiekermann wohnte und wohnt zwar in Förste, war aber 34 Jahre Lehrerin in Eisdorf und 16 Jahre Schulleiterin. Sie habe sich leisten können, nicht in Eisdorf zu wohnen, weil sie einen Pkw hatte. Sie ließ aber auch nicht unerwähnt, dass schon damals nicht nur einmal die Überlegung angestellt worden sei, die Schule zu schließen. Dagegen habe sich aber das ganze Dorf mit Erfolg aufgelehnt.

Harald Dietzmann, Bürgermeister der Gemeinde Bad Grund, betonte in seinem Grußwort, dass 75 Jahre Schule auch einen Blick nach vorne erlauben solle. Auch wenn das Schulwesen noch lange nicht zu Ruhe gekommen sei, sei die Grundschule Eisdorf hervorragend aufgestellt und werde so auch einen weiteren Bestand haben. Er überreichte das inhaltsreiche, traditionelle Flachgeschenk der ersten Vorsitzenden des Fördervereins, Claudia Willamowius

Pastor Uwe Brinkmann versicherte, dass er viele Geschichten rund um die Eisdorfer Schule gehört habe, dabei sei ihm insbesondere aufgefallen, dass es zwischen der Schule und der Kindertagesstätte ein überaus gute Nachbarschaft gebe. Er ließ es sich aber auch nicht nehmen, die „Werbetrommel“ für den neuen Pastor der Kirchengemeinden Eisdorf und Nienstedt zu rühren. Denn Pastor Wolfgang Teicke wird am Sonntag, 23. Juni, ab 14 Uhr von Superintendent Keil offiziell ins Amt eingeführt.

Ilse Keller begrüßte übrigens auch einen Nachnamensvetter, welcher Schulleiter der Oberschule Badenhausen und ihr Ehemann ist, der für alle ein Kompliment hervorzauberte. Er betonte, dass die Schule zwar mit 75 Jahren ein altes Haus sei, die Menschen, die darin tätig sind, seien aber jung oder jung geblieben,

Neben den gesprochenen Worten erfuhr viel Musik viel Aufmerksamkeit und von Anerkennung getragenen Beifall. Silas Kühn eröffnete auf seiner Trompete sehr überzeugend den Festakt. Iris Keller und ihre Mitarbeiterinnen begrüßten die Gäste erst instrumental und verabschiedeten diese abschließend zusammen mit Kindern der Klassen eins bis vier mit einem Lied.

Die Mädchen und Jungen der Mundharmonika-AG wiederum bewiesen unter Leitung von Uwe Klingebiel, dass sie ihr Instrument sehr gut beherrschen. Gleiches gelang Marlon Häger auf dem Keyboard. Dafür, dass der Frühling Einzug hielt, sorgten Annina S. Krückeberg mittels Querflöte und Jendra Kraemer auf dem Keyboard. Englische Lieder brachten dann Finn Dröge und Silas Kühn zu Gehör. Dass Vater und Sohn auch gemeinsam einen Song von den „Eagles“, der Country-Rock-Band aus den USA, zu interpretieren wissen, stellten Uwe und Robin Kupke unter Beweis.

Wer noch nicht genug gesehen und gehört hatte, nutzte die Gelegenheit, in die zum Ausstellungsraum umfunktionierte Mensa aufzusuchen und sich dort nach dem Motto „Alte Menschen sind auch junge Menschen, die nur zufällig älter geworden sind“, Bilder aus vergangenen, aber nicht vergessenen Tagen anzuschauen.