Pastor Kertess erläutert das Vorhaben "Küsterhaus". Fotos: Bordfeld

Eisdorf  (pb). „Als Salz der Erde haben wir uns einzumischen“, Worte von Pastor Jens Kertess während seines Rückblicks auf das Jahr 2009, den er anlässlich der Gemeindeversammlung der Kirchengemeinde Eisdorf/Willensen übermittelte. Man habe schließlich viel geplant, gebaut und geschaffen in der St. Georg-Kirchengemeinde.

So seien beispielsweise 17 neue Mitglieder getauft sowie 15 Konfirmandinnen und Konfirmanden eingesegnet worden. Das Fest der Silbernen, Goldenen und erstmals der Eisernen Konfirmation habe auch gefeiert werden können.

Zum Thema Konfirmanden wusste Kertess noch mehr zu berichten, denn gerade in diesem Bereich sei sehr viel aufgebaut worden. So seien einige von ihnen beispielsweise zusammen mit Erwachsenen und einem Filmteam zum Kirchentag nach Bremen gefahren. Nach den Sommerferien hätten sie nicht „nur“ den Einschulungsgottesdienst vorbereitet, sondern auch gestaltet. Weiterhin seien neben den 18 Vorkonfirmanden auch vier ausgebildete Jugendleiter vorgestellt worden. Alles in allem dürfe gesagt werden, dass sich die Jugendleiter sehr gut am Gemeindeleben beteiligten. Schließlich seien sie nicht bloß bei der Kinderkirche und einzelnen Projekten aktiv, seit letztem Jahr bereiteten sie auch mit ihm den Konfi-Unterricht vor. Daran sei zu merken, dass die Jugendlichen aus Eisdorf und Willensen merkten, dass sie in ihrer Gemeinde gebraucht werden. Zurzeit befänden sich übrigens wieder sechs ehemalige Konfis in der Ausbildung zu Jugendleitern, weil sie sich ebenso in der Kirchengemeinde engagieren wollen wie Franziska Koch zum Laura Wenzel, die erstmals als Vertretung der Jugendlichen gewählt wurden.

Auch im Kindergarten, der übrigens am 8. Mai sein 15jähriges Bestehen feiert, habe sich viel geändert, er wurde zu einer Kindertagesstätte umgestaltet. Dafür seien nicht bloß ein Konzept erarbeitet, sondern auch bauliche Maßnahmen umgesetzt worden.

Bei all den Aktionen sei aber das Thema „Armut“ nicht in Vergessenheit geraten. Eine Ausstellung und ein Gottesdienst hätten sich damit befasst, und die Schublade werde sich nie schließen. Schließlich sei das Miteinander – auch der Generationen – sehr wichtig. Wie gut sie den älteren und jüngeren Bürgern tue, sei allein daran zu sehen, dass sich Grundschüler mit Bewohnern des Hauses Burgholte zusammen setzten und gemeinsam etwas auf die Beine stellten.

Der Sprecher ließ auch das Gotteshaus nicht unerwähnt, dass teilweise unter dem Zahn der Zeit gelitten habe. So müsse in absehbarer Zeit das Dach neu gedeckt werden, was aber auch die Sanierung einiger Teile des Gebälks erforderlich mache und im Endeffekt zwischen 80 000 und 90 000 Euro kosten dürfte. Die Kapelle Willensen müsste außerdem einen neuen Fußboden erhalten, und das Küsterhaus soll im Rahmen der Dorferneuerung mit neuem Leben erfüllt werden.

Tobias Armbrecht, Vorsitzender des Kirchenvorstandes, meldete sich zu Wort. Er sprach Gotthard Sauermann ein ganz großes Dankeschön dafür aus, dass dieser seit 25 Jahren den Pfarrgarten in Schuss gehalten habe. Jetzt habe er sich entschlossen, im Alter von 80 Jahren diesen Dienst in jüngere Hände zu legen. Zusammen mit Evelyn Giesecke überreichte er dem ehrenamtlichen Gärtner einen Präsentkorb.


Tobias Armbrecht und Evelyn Giesecke überreichten Gotthard Sauermann einen Dankeschön-Präsentkorb.