Verein „Die Kirche bleibt im Dorf“ setzt sich mit Nachdruck für Erhalt der Pfarrstelle ein


Der wiedergewählte Vorstand mit den delegierten Mitgliedern des Kirchenvorstandes. (vlnr) Jürgen Weitemeier, Brigitte Brakebusch, Hans-Werner Ingold, Joachim Jünemann, Paul Ries und Monika Klapproth.

Eisdorf (kip). Im Anschluss an die Gemeindeversammlung der Kirchengemeinde St. Georg im Kirchenhaus eröffnete Vorsitzender Joachim Jünemann die gut besuchte Mitgliederversammlung des Vereins "Die Kirche bleibt im Dorf". 53 Mitglieder waren gekommen. Sein besonderer Gruß galt Bürgermeisterin Petra Pinnecke und der Superintendentin Ilse Lontke.

In ihrem Grußwort würdigte die Bürgermeisterin die Arbeit des Vereins, der im nächsten Jahr auf zehn Jahre zurückblicken kann. Sie dankte dem Vorstand für die geleistete Arbeit. Sie wünschte dem Vorstand weiterhin viel Erfolg und gute Überzeugungsarbeit. Das Protokoll über die letzte Mitgliederversammlung wurde mit einer vom Vorstand vorgetragenen Änderung einstimmig genehmigt.

In seinem umfassenden Jahresbericht ließ der Vorsitzende Joachim Jünemann das zurückliegende Jahr Revue passieren. Er erinnerte daran, dass rund 5.600 Euro der Kirchengemeinde Eisdorf/Willensen für den Erhalt der Pfarrstelle überwiesen wurde. Die Theatergruppe St. Georg hatte zu sechs Vorführungen eingeladen. Die Kinder hatten einen eigenen Showblock. Die Vorführungen waren große Erfolge und tragen zum kulturellen Leben in Eisdorf bei Der Erlös aus den Veranstaltungen floss dem Verein zu. Auch der 9. Weihnachtsmarkt, der traditionell am 1. Advent veranstaltet wird, war ein Erfolg. Der Erlös vom Weihnachtsmarkt kam allein dem Verein „Die Kirche bleibt im Dorf!“ zu Gute. Der Erlös aus der Kaffeetafel floss dem Kindergartenförderverein zu. Die Feuerwehr nutzte den Weihnachtsmarkt zum Verkauf der Karten für den Tanzabend am 1. Weihnachtstag. Der Verein hat zwei Zelte angeschafft. Mit Dankesworten bei allen Helferinnen und Helfern beendete Joachim Jünemann seinen Bericht.

Schatzmeister Jürgen Weitemeier legte die Kassenlage des Vereins im Detail dar. Monika Ries und Christa Aschoff hatten die Kasse geprüft. Monika Ries erstattete den Prüfungsbericht. Sie stellte fest, dass die Prüfung keine Beanstandungen ergeben haben. Sie dankte dem Schatzmeister für seine vorbildliche Arbeit. Auf ihren Antrag wurde dem Schatzmeister und dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt.

Zentrales Thema der Mitgliederversammlung war die Zukunft der Pastorenstelle ab November 2009 und für die nachfolgenden Jahre. Im Detail legte der Vorsitzende die notwendigen Finanzmittel zur Finanzierung dieser Pastorenstelle dar. Er betonte, dass bislang gemeinsam mit der Kirchengemeinde Förste/Nienstedt und dem Kirchenkreisamt Osterode die notwendigen Zuwendungen aufgebracht werden konnten. Er hoffe, dass in Zukunft eine weitere einvernehmliche Lösung mit den bisherigen Vertragspartnern gefunden werden kann. In diesem Zusammenhang informierte er, dass die Probezeit von Pastor Jens Kertess am 31. Oktober 2009 endet. Pastor Kertess hat gegenüber dem Kirchenvorstand seine grundsätzliche Bereitschaft erklärt, auch nach der Probezeit als Pastor in Eisdorf zur Verfügung zu stehen, wenn dieses gewünscht wird. Allerdings legt er Wert auf eine Vollzeitstelle. Derzeit erhält er lediglich eine Vergütung für eine Dreiviertelstelle. Die Kirchengemeinde steht dem sehr positiv gegenüber. Es sind aber noch weitere Gespräche zu führen und Abstimmungen erforderlich.

Superintendentin Ilse Lontke würdigte die vom Verein geleistete Arbeit und die Zuwendungen an die Kirchengemeinde. Im Detail nahm sie zu dem Personalschlüssel Stellung.

Die von Frank Brakebusch aufgeworfenen Fragen zur Finanzierung wurden umfassend und verständlich beantwortet. In diesem Zusammenhang ging Joachim Jünemann auf die Kirchenkreis-Zusammenlegung der Kirchenkreise Osterode, Herzberg und Clausthal-Zellerfeld ein und teilte mit, dass Pastor Wicke von der Nachbarkirchengemeinde in 2011 in den Ruhestand trete. Gemeinsam mit der Nachbarkirchengemeinde, mit der bisher schon eine gute Zusammenarbeit gepflegt wurde, müsse eine Lösung hinsichtlich der künftigen Besetzung der Pfarrstelle gefunden werden.

Hans-Werner Ingold erklärte, der Verein komme zum Kernpunkt der Ziele des Vereins. Die geschaffenen Rücklagen werden bis November 2011 reichen. Er bat um weitere Unterstützung durch die Mitglieder.

Einstimmig beschloss die Mitgliederversammlung vorbehaltlich einer Bedarfsermittlung einstimmig der Kirchengemeinde bis zu 9.000 Euro für 2009 zur Verfügung zu stellen. Für 2010 und 2011 seien jeweils bis zu 23.000 € an Zuschüssen erforderlich. Hier bat der Vorstand um eine grundsätzliche Zustimmung, um entsprechende Verhandlungen führen zu können. Diese Beschlüsse wurden unter dem Vorbehalt gefasst, dass mit der Kirchengemeinde Förste/Nienstedt eine entsprechende Vereinbarung getroffen werden könne.

Unter der Wahlleitung von Fritz Müller, der die Arbeit des Vorstandes würdigte, wurde der Vorsitzende Joachim Jünemann einstimmig wiedergewählt. En bloc wurden der stellvertretende Vorsitzende Hans-Werner Ingold, Schriftwart Paul Ries und Schatzmeister Jürgen Weitemeier einstimmig wiedergewählt. Die vom Kirchenvorstand delegierten Mitglieder des Vorstandes „Die Kirche bleibt im Dorf!“ Brigitte Brakebusch und Monika Klapproth wurden einstimmig bestätigt. Künftig werden Christa Aschoff und Heinz Mügge die Kasse prüfen.

Vorsitzender Joachim Jünemann teilte mit, dass der 10. Weihnachtsmarkt am 29. November 2009 stattfindet. Für Vorschläge, Ideen und Helfer sei der Vorstand dankbar.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung blieben die Mitglieder mit ihren Gästen bei Kaffee und Kuchen noch einige Zeit zusammen.


Fotos: Kippenberg