Eisdorf

Ortsteil der Gemeinde Bad Grund (Harz)

Auf der Suche nach dem guten Schlafplatz

„Wenn bei Ihnen im Bett regelmäßig die Katze mitschläft, ist das zwar gemütlich, aber eigentlich kein gutes Zeichen“, Uwe Kupke, Wünschelrutengänger aus Eisdorf.

Uwe Kupke

Uwe Kupke im Garten von Veronika Unger. Hier versuchten die Obstbäume durch Dreh- oder Wildwuchs, den Strahlungen der unterirdischen Wasseradern auszuweichen.

Uwe Kupke ist seit über 25 Jahren Wünschelrutengänger. Neben dem Auffinden von Wasseradern zum Brunnenbau, ist heute die Schlafplatzbegehung Schwerpunkt seiner Arbeit.

Die meisten Menschen machen sich wahrscheinlich keine größeren Gedanken darüber, warum sie oft schlecht schlafen, sich antriebslos fühlen, über Kopfschmerzen oder Verspannungen klagen. Mitunter kann das ein Hinweis sein, dass sich der Schlafplatz im Haus über Störzonen wie Wasseradern, Verwerfungen oder Gitternetzlinien befindet. Eine Begehung durch den Rutengänger kann hier Gewissheit bringen.

Erlernt hat der gebürtige Eisdorfer das Rutengehen vor über 25 Jahren bei Werner Binnewies, Heimatforscher aus Förste. Damals lag für Kupke der Schwerpunkt noch beim  Auffinden von Wasseradern zur Errichtung von Brunnenstellen. Heute ist für ihn jedoch die Schlafplatzbestimmung in Wohnhäusern in den Vordergrund gerückt. „Im Schlaf sollte sich der Körper regenerieren. Steht das Bett aber auf einer sogenannten Störzone, kann das gesundheitliche Folgen für den Betreffenden haben“, davon ist Kupke überzeugt. Genau wie beim Elektrosmog, der von Geräten mit einem Netzanschluss ausginge, elektromagnetische Wellen, beispielsweise von Hochspannungsleitungen oder Sendemasten, können sich auch die Strahlen, die aus dem Erdbereich kommen, negativ auf den Organismus auswirken. Die Energien, die Wasseradern oder Verwerfungen aus dem Erdinneren hervorrufen, sind für den Rutengänger oberhalb der Erdoberfläche mit der Rute zu lokalisieren.

Für den Laien anschaulich erklären konnte Kupke den Einfluss von Störzonen in einem Garten, wie z.B. dem von Veronika Unger in Eisdorf, auch bekannt als der Bertram'sche Hof. Hier stehen mehrere ältere Obstbäume, deren Wuchs sehr auffällig und ungewöhnlich ist. Bei 2 Bäumen wächst der Stamm fast schräg über der Grasnarbe, ein anderer zeigt einen auffälligen Drehwuchs und knotenartige Verdickungen am Stamm. Beim Abgehen mit der Winkelrute veranschaulichte Kupke, dass alle Bäume mit Wild- bzw. Drehwuchs nicht nur auf Wasseradern, sondern auf Wasserader-Kreuzungen stehen. Dabei bestätigte Veronika Unger, dass die Schafe, die früher hier im Garten gehalten wurden, den Bereich um die auffälligen Bäume gemieden hätten. „Das ist nicht verwunderlich, denn bestimmte Tiere meiden solche Stellen“, sagt der 52-Jährige „aber die Bäume können ja nicht weglaufen. Sie können nur versuchen, sich durch anormalen Wuchs den Störquellen zu entziehen“. Menschen hingegen schreiben ihre Symptome eher anderen Ursachen, wie z. B. Umwelt- und Lebensumständen, zu. „Meistens wenden sich die Menschen an mich, wenn sie schon mehrere Jahre lang über andauernde gesundheitliche Probleme wie Kopfschmerzen, Verspannungen oder Erkrankungen klagen“.

Wenn man Tiere im Haus habe, könne man allerdings schon anhand deren Verhalten aufmerksamer für Störzonen werden. „Wenn bei Ihnen im Bett regelmäßig die Katze mitschläft, ist das wohl gemütlich und nett anzusehen, aber eigentlich kein gutes Zeichen!“, sagte Kupke; „denn Katzen gehören wie Bienen und Ameisen zu den strahlensuchenden Tieren“.

Uwe Kupke