SG Bad Grund/Eisdorf (pb). Die Samtgemeindewerke beabsichtigen nicht, durch die geplante Trinkwasserverbundleitung von Badenhausen her die Gemeinde Eisdorf zu versorgen und die sanierungsbedürftige Krytertalquelle nur noch als Notversorgungsquelle zu nutzen.

Auf Initiative des Vorsitzenden der SPD-Ratsfraktion der Gemeinde Eisdorf, Ulrich Pflugfelder trafen sich Bürgermeister Herbert Lohrberg, der Vorsitzende und dessen Stellvertreter des Werksausschusses der Samtgemeindewerke, Peter Kalla und Karl Jahns sowie der Werksleiter Jürgen Beck bei dieser Quelle, um im Gespräch aufkeimende Gerüchte zu widerlegen.

Sie erinnerten sich daran, dass sich der Werksausschuss aufgrund der in letzten Jahren stetig verringerten Schüttmengen der Krytertalquelle mit der Versorgung von Eisdorf beschäftigt hat. Genau aus dem Grund seien die Sickerleitungen der Quelle mit einer Kamera „befahren“ worden. Dabei sei festgestellt worden, dass das Zuleitungsnetz teilweise sehr starke Wurzeleinwüchse aufweist.

Für eine notwendige Sanierung müssten mindestens rund. 200.000 Euro veranschlagt werden. Für die Zeit der Sanierungsarbeiten, die sich auf mindestens vier Monaten belaufen würden, sei diese einzige Wasserzuführung allerdings für Eisdorf unterbrochen. Daher habe der Werksausschuss über eine akzeptable Lösung nachgedacht, so Werksleiter Jürgen Beck.

Eine Möglichkeit wäre die Nutzung des Wassers aus der Goldbachquelle, so Beck weiter. Untersuchungen hätten allerdings gezeigt, dass aufgrund der festgestellten starken Trübungen des Wassers und der festgestellten Verkeimung eine mobile Aufbereitung erforderlich sei, bevor es in das Trinkwassernetz eingespeist werden kann. Das wiederum verursachte Kosten in Höhe von rund 60 000 Euro.

Dieser finanzielle Aufwand sollte daher besser nach Beschlusslage des Werksausschusses als Grundstein für den Verbund nach Badenhauseen verwendet werden.
Mit diesem Verbund verfüge Eisdorf dann über eine von der Quelle unabhängige Wasserversorgung.

Bei diesem Ortstermin wurde auch noch einmal ganz deutlich festgestellt, dass die derzeitige eigene Wasserversorgung auch weiterhin ganz Eisdorf bedienen soll. Denn es sei bestimmt nicht vorgesehen, die Eisdorfer über den Verbund Badenhausen - Eisdorf künftig zu versorgen.

Weiterhin wies der Vorsitzende Peter Kalla nochmals deutlich darauf hin, dass in einem Verbund, über den dann Trinkwasser vom Tiefbrunnen Badenhausen, von der Fernleitung der Sösetalsperre oder auch vom Magdeburger Stollen in die Gemeinde geleitet werden kann, die Versorgung der Gemeinde Eisdorf auf Dauer sichergestellt sei.



SPD-Fraktions-Vorsitzender Ullrich Pflugfelder zusammen mit Werksleiter Jürgen Beck, den ersten und stellvertretenden Vorsitzenden des Werksausschusses, Peter Kalla und Karl Jahns sowie Bürgermeister Herbert Lohrberg im Vor-Ort-Gespräch über die Wasserversorgung in Eisdorf.

Foto: Bordfeld