Eisdorf

Ortsteil der Gemeinde Bad Grund (Harz)

Eisdorf wird bald Dorfmoderatorinnen und einen ausgebauten Mühlenbeu haben

Eisdorf  Dorfmoderatoren

Annette Altmann, Jürgen Zuchowski und Petra Pinnecke (v. li. n. re.) freuen sich auf ihre neuen Ehrenamtsaufgaben. Foto: Bordfeld

Der Ausbau Mühlenbeu in Eisdorf, welcher bereits seit vielen Jahren  auf der kommunalen Wunschliste steht, wird noch in diesem Jahr gestartet. Die dafür benötigten Gelder werden sich auf eine Gesamthöhe von 637 500 € belaufen. Bürgermeister Harald Dietzmann legte während der Ortsratssitzung in Eisdorf aber offen dar, dass diese Summe nicht von der Gemeinde Bad Grund getragen werden muss. Sie werde insbesondere aufgrund äußerst günstiger Förderkriterien lediglich rund 40 000 € aufbringen müssen. "So günstig haben wir die letzten Jahrzehnte noch keine Straße finanziert und auch die Anlieger werden über ebenfalls niedrigere Ausbaubeiträge entlastet“ so der Bürgermeister. 

Denn die zugrunde gelegte eher schwache Steuerkraft der Gemeinde sorge jetzt für eine Förderung aus Mitteln der Dorferneuerung von 73 %. Die verbleibenden Mittel von 172 000 € werden unter anderem über Straßenausbaubeiträge, weitere Kofinanzierungsmittel und den genannten Eigenanteil abgedeckt.

In jedem Fall werde mit der Vorbereitung der Ausschreibungen bereits begonnen, damit die Umbauphase nach dem Beschluss des Haushaltes 2017 schnell starten kann. Auf Nachfrage eines Ortsratsmitglieds trifft er die Einschätzung, dass die Bauarbeiten den Schüttenhoff im Juni nicht beeinträchtigen würden.

Dahingegen dürfte es bereits im Frühjahr mit dem Terrassendach beginnen, welches im Rahmen der Dorferneuerung an das Kultur- und Sportzentrum angesetzt werden soll.

Für die Erneuerung des Fallschutzes eines Spielgerätes auf dem Schulhof der Grundschule Eisdorf werden 2 000 € einkalkuliert. Ebenfalls erneuert werden sollen die Damentoiletten der Turnhalle, wofür 6 400 € eingeplant sind. In jedem Falle dürfe die Gemeinde Bad Grund und ihre Ortschaften stolz darauf sein, was bislang erreicht wurde, denn damit könne auch weiterhin der Zukunftsvertrag erfüllt werden. „Wir dürfen ruhig Mal die Muskeln spielen lassen“.

Harald Dietzmann teilte außerdem im ehemaligen Gemeindebüro die Unterhaltungsmaßnahmen des Ruhme-Verbandes mit. Der werde in diesem Jahr rund 50 000 € in die Instandsetzung des Söseverlaufs investieren.

Bevor es aber um Finanzen ging, legte erst einmal Ortsbürgermeisterin Petra Pinnecke ihren Bericht vor, der sich um die Dorfmoderation in Eisdorf drehte. Sie erinnerte daran, dass Anfang des Jahres Flyer darüber informierten, dass zu diesem Thema ein Treffen in dem bei Nörten-Hardenberg gelegen Lütgenrode geladen wurde. Sie machte sich auch zusammen mit Annette Altmann auf den Weg dorthin, wo sich Delegierte aller 15 Modelldörfer aus vier Landkreisen in Südniedersachsen eingefunden hatten.

Als sie nach einigen Stunden wieder den Heimweg antraten, seien sie sehr euphorisch gewesen. Letztendlich hätten sie in Erfahrung gebracht, das eine Dorfmoderatorin zwischen den Bürgern, dem Ortsrat, Vereinen und Verbänden Brücken bauen soll. Damit die auch die richtige Struktur erhält, werden lehrreiche Module angeboten, die sie beide auch wahrnehmen werden. „Der Weg nach Lütgenrode hat sich wirklich gelohnt“, so Petra Pinnecke.

Annette Altmann gab in diesem Zusammenhang zu bedenken, dass im Prinzip die  Impulse aus dem Dorf selbst kommen. Der Moderator, aber auch die Moderatorin, hat die Aufgabe Vorstellungen und Ideen aufzugreifen, sie zu prüfen und dann entsprechende Verbindungen zu knüpfen. Dabei müsse allerdings aufgepasst werden, dass nichts im Sande verläuft.

Mittlerweile ist übrigens auch noch Jürgen Zuchowski mit in das Boot eingestiegen. Da er noch keine Erfahrung mit dem Ehrenamt hat, werde er sich erste einmal für das Engagement-Lotse-Modul anmelden. Wenn sich noch jemand beteiligen möchte, sollte er einfach Ortsbürgermeisterin Petra Pinnecke kontaktieren. pb