Eisdorf

Ortsteil der Gemeinde Bad Grund (Harz)

Ortsrat Eisdorf befasste sich mit vielen Themen

Kuesterhaus Eisdorf

Das Küsterhaus wird verkauft. Foto: Bordfeld

Während der Sitzung des Ortsrates Eisdorf im ehemaligen Gemeindebüro kam Ortsbürgermeisterin Petra Pinnecke auch auf das Thema Küsterhaus zu sprechen. Sie teilte mit, dass sie durch Pastor Wolfgang Teicke den Entschluss des Kirchenvorstandes erfahren hat, das  Küsterhaus zu verkaufen. Aber auch der Ausbau des Mühlenbeus, für den weiter Geduld gepflegt werden muss, kam wieder ins Gespräch. Positiver sah es dahingegen bei dem Thema „Schulbezirkssatzung der Gemeinde Bad Grund aus. Diese wurde nämlich zustimmend zur Kenntnis genommen.

Zuerst einmal melde sich aber die Ortsbürgermeisterin zu Wort. Sie überbrachte Dankesworte des SoVD und der Heimatstube für die Nutzung des ehemaligen Gemeindebüros. Gleichzeitig brachte sie ihre Freude darüber zum Ausruck, dass Ira Rode, die „Nutzungs-Managerin“ dieser Räumlichkeit, auch weiterhin die Ansprechpartnerin für jene sein wird, die Gemeindebüro-Nutzungs-Termine absprechen wollen.

Ein Dankschön ihrerseits ging an die Osterfeuergemeinschaften, die sich nicht von dem schlechten Gummistiefelwetter hatten anstecken lassen. Dass sie richtig gehandelt hatten, zeigte die Beteiligung der Gäste. Dahingegen habe der Tag der Umwelt dem Schneefall weichen müssen. Allerdings ließen sich die Mädchen und Jungen der Kita und die Schulkinder nicht davon abbringen, zwei Tage später loszuziehen.

Gleiches dürfe sich dankeswerterweise über einige Erwachsene sagen. So sammele Karin Ehrenberg nicht nur am Umwelttag Müll, sondern immer, wenn sie ihm begegnet, ihr Mann Bodo überlegt auch nicht lang. Achim Lawes und dessen Kinder fehlen auch nie, die sind immer da, wenn Umwelttag angesagt ist. Last but not least sei da noch Familie Blöckmann, die den Bereich um ihr Haus einschließlich Laub fegen im Herbst um die große Eiche sauber halten.

Petra Pinnecke kam auch auf den Vortrag „Willkomenskultur in Gemeinde Bad Grund“. Darin stellten Herbert Lohrberg, Joachim Jünemann und Pastor Teicke und sie in Eisdorf vor, wie in der Gemeinde Bad Grund Flüchtlinge und Asylbewerbern unterstützt werden könnten. Eine schöne Sache, denn es laufen bereits in der Verwaltung der Gemeinde viele Fäden zusammen.

Unterstützen möchte der Ortrat auch die Ferienpassaktion. Das Ortsbudget sei schließlich auskömmlich, und so könnten durchaus 50 € für diese Aktion der Gemeinde bereitgestellt werden, denn Jugendpflegerin Melanie Henschel leiste stets sehr gute Arbeit.

Auf den Distanzritt zu sprechen kommend, wo auch Bezirksmeisterschaften ausgetragen wurden, betonte sie, dass sie sehr angetan von der guten Sache gewesen war, welche Siri Töpperwien und Lutz Belzer organisiert hatte. Und Teilnehmer waren sehr begeistert von der Landschaft. Unter den beiden Fahrern sei auch ein deutscher Meister gewesen, der versicherte, dass sich die Landschaft zum Austragen einer deutschen Meisterschaft anböte. Eine deutsche Meisterschaft in Gemeinde Bad Grund wäre schon nicht schlecht.

Gemeindebürgermeister Harald Dietzmann wiederum kam in seinem Bericht auf das schon lange währende Thema „Ausbau des Mühlenbeus im Rahmen der Dorferneuerung“ zu sprechen. Zwar stehe die Finanzplanung schon fest, aber Anträge könnten einfach noch nicht gestellt werden, weil es noch keine Antragsformulare seitens des Landes Niedersachsen gibt. Auf die anstehenden Summen zu sprechen kommend, verwies Dietzmann darauf, dass in der Finanzplanung 743 000 € vorgesehen seien, wovon rund 232 000 € von der Gemeinde Bad Grund zu tragen seien. 340 000 € sollten dahingehende aus der Dorferneuerung kommen.

Auch beim Kultur- und Sportzentrum komme man aufgrund der fehlenden Antragsformulare nicht weiter. Dort sollen letztendlich die Parkplatzfläche gepflastert, die Grünflächen anders konstruiert und ein Vordach errichtet werden. Von den dafür errechneten rund 40 000 € müsse die Gemeinde etwa 20 000 € tragen, die aus dem Verkauf einer Grünfläche und einer Spielplatzfläche abgedeckt wären. Es fehlten halt „nur“ die Formulare.

Auf die Schulbezirkssatzung zu sprechen kommenden, die aufgrund der Schließung der Grundschule Bad Grund im kommenden Jahr notwendig wird, ließ der Bürgermeister auch durchblicken, dass die Leitung der Grundschule Gittelde von der jetzigen Leiterin der Grundschule Eisdorf, Iris Keller, übernommen wird. Rotraut Dröge tritt schließlich im Juli in den wohlverdienten Ruhestand, und Eisdorf wird letztendlich eine Nebenstelle der Grundschule Gittelde.

Wenn die Tür der GS in der Bergstadt endgültig ins Schloss gefallen ist, werde ein gleitender Übergang geschaffen. Badenhäuser Kinder, die nach den Sommerferien dieses Jahres eingeschult werden, bleiben somit auch bis zur Beendigung der vierten Klasse in Gittelde. Badenhäuser Kinder, die nach den Sommerferien 2016 beginnen, die Schulbank zu drücken, werden nach Eisdorf gehen.

Auch die Schulbusse werden weiter rollen, nur dürften die Wege einfacher für die kleinen Bürger sein. So werden mit der Grundschul-Änderung erst die Schüler/innen der Oberschule Badenhausen nach Hause gebracht, danach erst die Grundschule abgeholt, die nach Windhausen und Badenhausen müssen. Damit wird ihnen eine lange Rundreise erspart. pb