Eisdorf

Ortsteil der Gemeinde Bad Grund (Harz)

Viele Ehrungen bei der Feuerwehr Eisdorf

Die beförderten, ernannten und gewählten sowie das Kommando der Freiwilligen Feuerwehr Eisdorf zusammen mit den Gästen. Foto: Bordfeld

Eisdorf (pb). Im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Eisdorf standen die Ehrungen von Kameradinnen und Kameraden, welche ihrer Wehr schon über Jahrzehnte hinweg die Treue halten.
Das Niedersächsische Ehrenzeichen durfte Theodor Knipping entgegennehmen, weil er bereits seit 40 Jahren aktiv dabei ist. Das Besitzzeugnis und die Goldene Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes erhielt Willi Eggers für seine 50 Jahre währende Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr Eisdorf. Die Silberne Ehrennadel dieses Verbandes ging an Christin Brakebusch für ihre 25jährige Dazugehörigkeit im Spielmannszug der Freiwlligen Feuerwehr Eisdorf.

Gemeindebrandmeister Karsten Krügener ließ es sich aber auch nicht nehmen, seinem Stellvertreter und Eisdorfer Ortsbrandmeister, Thomas Wenzel, die Ernennung zum Hauptbrandmeister auszusprechen. Der wiederum ernannte die während der Jahreshauptversammlung des Spielmannszuges gewählten Vorstandsmitglieder - Spielmannszugführerin Michaela Rutzen, stellvertretende Spielmannszugführerin Kristin Brakebusch und Schriftführerin Iris Peter - und brachte seine Freude über die Frauenpower zum Ausdruck. Außerdem wurde Mike Lüllemann, der das Amt des Gerätwartes bereits seit zehn Jahren innehat, wieder gewählt. Zum Kassenprüfer wurde Thorsten Fanelsa bestimmt.

Zuvor legte aber Thomas Wenzel seinen Bericht vor, den er mit dem Mitgliederbestand eröffnete. Die Eisdorfer Wehr zählt zurzeit 311 Mitglieder. Im aktiven Dienst stehen insgesamt 28 (sieben Kameradinnen und 21 Kameraden), in der aktiven Reserve sind 19 vertreten, in der Altersabteilung 35 und unter den Förderern 208.
Für die Aktiven seien im zurückliegenden Jahr, welches sich als sehr einsatzreich entpuppen sollte, 34 Dienstabende ausgerichtet worden. Bei einem Einsatz habe die Pumpe den Dienst versagt, die Frage nach einer neuen sei Weihnachten mit der Beschaffung beantwortet worden. Dafür sprach der Ortsbrandmeister Samtgemeindebügermeister Harald Dietzmann, Gemeindebrandmeister Karsten Krügener und Fred Langer von der Verwaltung ein großes Dankeschön aus.

Er kam aber auch auf das mangelnde Interesse der Kameradinnen und Kameraden an den Dienstabenden zu sprechen. Ihm sei allerdings noch kein Patenrezept der Abhilfe eingefallen. Es müsse aber versucht werden, die Verantwortlichen wach zu rütteln und sich Gehör zu verschaffen. Denn es dürfe nicht so weit kommen, dass jemand „Hilfe“ ruft, und keiner kommt. So manchmal werde ja auf die Arbeitgeber geschimpft, dass sie beispielsweise die Kameraden nicht zu Einsätzen abrücken ließen. Nicht selten seien es aber die Vorgesetzten, die Druck ausübten. Es sei einfach nicht mehr selbstverständlich helfen zu dürfen, aber eine gewisse Zahl an Überstunden dürften ja vorausgesetzt werden. Die schlimmste Vorstellung sei für ihn, dass es keine Freiwillige Feuerwehr mehr gebe und keiner komme zur Hilfe, wenn man sie bräuchte. Abschließend bat er seine Aktiven, sich nicht entmutigen zu lassen.

Erich Sonnenburg, Vorsitzender des Bau- Umwelt- und Feuerschutzausschusses der Samtgemeinde, sprach den Kameraden/innen ein großes Dankeschön für die gute Zusammenarbeit und den unermüdlichen Einsatz zum Wohl der Einwohner aus. Zwar seien 2011 nicht alle Wünsche erfüllt worden, dennoch glaube er, dass in Zusammenarbeit mit dem Gemeindebrandmeister und dem Kommando einiges auf den Weg gebracht hätten. Auch 2012 werde sich nicht zurückgelehnt, sondern unter anderem der Bericht der Feuerwehrunfallkasse – weiter genau zu analysieren und die sich daraus ergebenen notwendigen und machbaren Schritte folgen zu lassen.

Bürgermeisterin Petra Pinnecke eröffnete ihr Grußwort mit einem Theodor-Heuß-Zitat, das da lautet: „Die Sorge und Hilfe für andere Menschen ist das wertvollste Kapital im Haushalt der Menschheit. Und solange es noch Leute gibt, die freiwillig bereit sind, für andere da zu sein, ist es um diese Welt nicht allzu schlimm bestellt!“ Denn ohne die Freiwilligen ginge Vieles nicht, um Gefahrensituationen in Eisdorf oder der Umgebung erfolgreich abzuwehren und zu bewältigen. Die Freiwillige Feuerwehr sei ein unverzichtbarer Teil des Rettungswesens sowie des Sicherheitskonzeptes in der Samtgemeinde. Ohne deren Hilfe gebe es kein Osterfeuer, keinen Laternenumzug und vieles andre mehr.

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