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Die Gratulanten mit den Geehrten und der Jugendwehr Eisdorf (v. l. n. r.): Volker Keilholz, Frank Völker, Martin Dannhauer, Stefan Keil, Heiko Gorke, Gerald Bertramm, Thorben Siewke, Larissa Wenzel, Laura Wenzel. Thomas Wenzel, Alexander Otte. Fotos: Petra Bordfeld

„Das größte Highlight des Jahres 1979 war die Gründung der Jugendfeuerwehr Eisdorf“, so Martin Dannhauer, Brandschutzabschnittleiter Nord, während der Jubiläumsfeier der Jugendwehr Eisdorf, zu der sie anlässlich ihres 40jährigen Bestehens ins Kultur- und Sportzentrum der Ortschaft geladen hatte. Er ließ es sich aber auch nicht nehmen, Frank Völker, Gerald Bertramm und Heiko Gorke dafür, dass sie vor 40 Jahren die Jugendwehr mitgründet hatten, jeweils eine Urkunde des Landesfeuerwehrverbandes zu überreichen.

Doch bevor diese und andere Ehrungen sowie von Anerkennung getragenen Glückwünsche zu vernehmen waren, hieß erst einmal der stellvertretende Ortsbrandmeister, Torben Siewke, alle aufs herzlichste willkommen.

Dann luden Jugendfeuerwehrwartin Laura Wenzel und deren Stellvertreterin Larissa Wenzel, zu einer zum Schmunzeln verleitenden Zeitreise ein, deren Grundstein übrigens der erste Jugendfeuerwehrwart, Manfred Gemende, der leider nicht an den Feierlichkeiten teilnehmen konnte, gelegt hatte.

Als die Jugendwehr im Oktober 1979 aus der Taufe gehoben wurde, waren Heinrich Aschoff, Ernst Reinhardt, Manfred Gemende, Michael Peter, Gemeindejugendwart Helmut Neumann sowie der damalige Kreisjugendwart und heutigen Ehrenkreisbrandmeister Heinz Gärtner zugegen.

Bereits im Frühjahr 1980 habe man ein Zelt für das 1981 geplante Kreiszeltlager in Auftrag gegeben. Weil dieses bereits sechs Wochen später  abgeholt werden durfte, wurde es gleich im Sommer desselben Jährens am Steinweg (Soldatenhügel) eingeweiht und auf seine Tauglichkeit getestet. Ein gut gefülltes Wasserfass war der „Waschraum“, als Toilette diente eine Latrine. Weil den Jugendlichen dieses recht abenteuerliche Unterfangen sehr viel Spaß bereitet hatte, stand der Teilnahme am Kreiszeltlager 1981 in Strass Zillertal in Österreich nichts mehr im Wege.

Besonders stolz sei Manfred Gemeinde aber darüber, dass es immer noch eine Jugendfeuerwehr in Eisdorf gibt, und dass Feuerwehr-Kameraden und Kameradinnen stets bereit sind, sich in der Jugendarbeit zu arrangieren.

Dann zählte die Jugendwartin noch ihre Vorgänger auf. Es waren Manfred Gemende (1979 bis 1987), Ulrich Neues (1987 bis 1993), Stefan Keil (1993 bis 1994), Frank Völker (1994 bis 1995), Nils Wode (1995 bis 2007),Thorben Siewke (2007 bis 2010) und Oliver Häger (2010-2013). Laura Wenzel ist somit die erste Jugendfeuerwehrwartin in Eisdorf.

Gemeindebrandmeister Thomas Wenzel betonte in seinem Grußwort, dass 40 Jahre Jugendwehr vier Jahrzehnte Spiel Spaß, Freude und Miteinander bedeute. „Ich hatte Glück gehabt, 1979 dabei gewesen zu sein“. Allein die Einkleidung sei ein Erlebnis gewesen, und man habe voller Stolz an der Gründungsversammlung teilgenommen. Nach den Übungsdiensten im Sommer habe man das Zuhause selten mit trockenen Füßen erreicht, denn Hauptziel sei gewesen, Jugendwart Manfred Gemende in den Goldbach zu schupsen. Das erste Zeltlager auf dem  Soldatenhügel sei ebenso unvergessen, wie der sechste Platz bei den Kreiswettbewerben in Bad Sachsa.

Ortsbürgermeisterin Petra Pinnecke versicherte, dass ihr Herz immer für die Wehren schlage, auch wenn sie damals noch nicht zur Jugendwehr gehen durfte. Sie dankte Laura und Larissa Wenzel sowie deren Mitstreiter dafür, dass sie immer wieder daran arbeiten, dass aus jungen Menschen Kameraden und Kameradinnen werden. „Bleibt dabei und stärkt so die Eisdorfer Wehr“.

Kreisbrandmeister Volker Keilholz stellte mit Anerkennung fest, dass 40 Jahre Jugendarbeit eine reife Leistung ist. „Ihr seid diejenigen, die mitgestalten und  sich einbringen können“. Mit diesen Worten dankte er all denen, die  in 40 Jahren Jugendarbeit geleistet haben. Schließlich gehöre eine Menge dazu, sich zu engagieren und die Nachfolge-Generation auf den Dienst der aktiven Wehr vorzubereiten. Dann bat er Thomas Wenzel zu sich nach vorne, weil er dem ersten Hauptbrandmeister das Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes Niedersachsen für 40jährige Verdienste überreichen wollte.

Kreisjugendfeuerwehrwart Alexander Otte kam auf den EisBaGGi, den gelungenen Zusammenschluss der drei Jugendwehren Eisdorf, Bad Grund und Gittelde, ohne dass sie ihre Eigenständigkeit verloren haben, zu sprechen. Es sei in jedem Fall besser, sich zusammen zu tun, als die Türen zu schließen. Von diesem Schritt könnten sich viele Jugendwehren des Kreises Göttingen eine Scheibe abschneiden. Weil sich Laura Wenzel seit drei Jahren in diesem Projekt engagiert, überreichte er ihr das Ehrenzeichen der Niedersächsischen Jugendwehr.

Martin Dannhauer erinnerte daran, dass erfolgreiche Jugendarbeit nicht von ungefähr käme. Dazu trüge insbesondere das bunte Angebot bei. Man könne die Jugendwehren nur empfehlen, denn  in denen dürften die Jugendlichen und Kinder Technik anfassen und ausprobieren. Das sei so ähnlich wie Physik und Chemie, nur dass es keine Zeugnisse gibt. „Es gibt nichts Schöneres, als in einer guten Freizeitgestaltung für den Nächsten da zu sein“.

Benjamin Karl wünschte im Namen der Gemeindejugendwehren alles Gute für die nächsten 40 Jahre „Bleibt wie ihr seid und macht weiter so“.

Stefan Keil, Stadtbrandmeister von Bad Sachsa, war bei der Gründung der Jugendwehr Eisdorf dabei und wünschte ihren Mitgliedern weiterhin viel Erfolg und Spaß bei dem „geilsten Hobby der Welt“. Förstes Ortsbrandmeister Peter Meier machte es ganz kurz:  „Macht weiter so“.

Es gab aber nicht nur Worte des Dankes und der Anerkennung, sondern auch divers Präsente, die von Flachgeschenken, über einen „Leiterwagen“ und einem Holzbrett-Unikat bis hin zu Naschereien reichten. pb

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Volker Keinholz (li.) und Martin Dannhauer (re.) ließen es sich nicht nehmen, Thomas Wenzel mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes Niedersachsen zu ehren.

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Alexander Otte überreichte Laura Wenzel das Ehrenzeichen der Niedersächsischen Jugendwehr.