Eisdorf

Ortsteil der Gemeinde Bad Grund (Harz)

Volkstrauertag

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Zur Gedenkfeier spricht Ortsbürgermeisterin Petra Pinnecke nachdenkliche Worte. Zwei Feuerwehrmänner halten die Ehrenwache am Gedenkstein; Fahnenabordnungen umrahmen die Feierstunde. Fotos: Kippenberg

Gemeinde Bad Grund (kip). Regnerisches Wetter bestimmt den äußeren Rahmen des Volkstrauertags. Vor öffentlichen Gebäuden wehen die Fahnen auf halbmast. Die Einwohner versammeln sich zu Gedenkstunden an den örtlichen Gedenkstätten.

In Eisdorf treffen sich Einwohner und Abordnungen der örtlichen Vereine an der Gaststätte "Zur goldenen Krone". Fahnenträger der örtlichen Vereine führen mit ihren Vereinsfahnen den Umzug zur Gedenkstätte vor der St. Georgs-Kirche. Die Fahnenträger und die Ehrenwachen der Feuerwehr stehen vor der Gedenkstätte. Ortsbürgermeisterin Petra Pinnecke spricht mahnende Worte und erinnert an die Opfer des Zweiten Weltkrieges und der heutigen Zeit. In diesem Zusammenhang spricht sie die in Eisdorf aufgenommenen Flüchtlinge aus Syrien an. Im Anschluss an diese Gedenkstunde findet der Gottesdienst zum Volkstrauertag mit Pastor Wolfgang Teicke statt.

In Gittelde hat mit einem Gottesdienst in der St. Johannes-Kirche das Gedenken zum Volkstrauertag begonnen. Fahnenträger der örtlichen Vereine stehen vor dem Ehrenstein als Ortsbürgermeister Olaf de Vries und Pastorin Melanie Mittelstädt die Gedenkfeier bei kräftigem Regen eröffnen, die vom MGV Gittelde unter Leitung von Beate Mittelstädt mit Liedern umrahmt wird. Mahnende Worte richtet der Ortsbürgermeister an die Einwohner und Abordnungen der örtlichen Vereine und Verbände. Pastorin Melanie Mittelstädt spricht mit zwei Jugendlichen mahnende und nachdenkliche Worte zu den Besuchern der Gedenkfeier. Dirk Köppelmann und Marc Oppermann legen einen Kranz vor dem Gedenkstein nieder.

In Teichhütte kommen Einwohner an der umgestalteten Gedenkstätte zusammen. Trotz kräftigem Regenschauer haben sich überwiegend ältere Einwohner zu der Feierstunde zusammengefunden. Ortsbürgermeister Olaf de Vries spricht mahnende Worte und führt aus, dass das seit 1952 gesprochene Totengedenken heute aktueller ist als bisher. Auch er erinnert an die Opfer der Kriege. Pastorin Melanie Mittelstädt stellt in den Mittelpunkt ihrer nachdenklichen Rede Worte des 1921 in Hamburg geborenen Schriftstellers Wolfgang Borchert "Du. Mann an der Maschine und Mann in der Werkstatt. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst keine Wasserrohre und keine Kochtöpfe mehr machen – sondern Stahlhelme und Maschinengewehre, dann gibt es nur eins: Sag NEIN!". Weiter wird betont, dass 70 Jahre nach dem zweiten Weltkrieg es wichtiger hier und anderswo als bisher für den Frieden einzutreten.

Weitere Gedenkfeiern und Kranzniederlegungen fanden in Bad Grund, Badenhausen und Windhausen statt.

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Unter Vorantritt der Vereinsfahnen treffen Einwohner an der Gedenkstätte ein.

SoVD Eisdorf-Badenhausen unternimmt Jahresabschluss-Fahrt am 13. Dezember

Zur Jahresabschluss-Fahrt des SoVD Eisdorf-Badenhausen am Mittwoch, 13. Dezember, lädt Vorsitzende Ira Rode herzlich ein. Zum Ausklang des Jahres 2017 wollen die Mitglieder des SoVD-Ortsverbands mit ihren Gästen gemeinsam bei Kerzenlicht und weihnachtlicher Musik auswärts feiern. Ziel der Tagesfahrt ist Höxter-Ovenhausen.

Die Mitglieder aus Badenhausen treffen sich zur Abfahrt um 9.20 Uhr am Landhaus Finze, Eisdorfer Straße, und die Mitglieder aus Eisdorf steigen um 9.30 Uhr, bei der Gaststätte "Zur goldenen Krone" (Inh. Fredi Ohse) zu.

Mit dem Bus der Firma Mecki-Reisen führt die Fahrt nach Höxter-Ovenhausen in die Bauernstube "Schenken-Küche". Diese Gaststätte wartet mit einem umfangreichen Weihnachtsprogramm auf die Gäste aus Eisdorf und Badenhausen. Das Programm steht unter dem Motto "Alle Jahre wieder kommt der Nikolaus auch in unser Haus!" In weihnachtlicher Atmosphäre erleben die Gäste mit ihren Gastgebern besinnliche und unterhaltsame Stunden. Vorbereitet sind ein deftiger Schmaus, Gedichte, Weihnachtsgedichte, Lieder zum Mitsingen und eine Weihnachtsbescherung. Für das leibliche Wohl wird gesorgt mit einem Gänse-Essen unter dem Motto "Gänse-Essen satt!". Gereicht werden Gänsebrust und Gänsekeulen mit einer Orangensauce, Rotkohl, Rosenkohl, Salzkartoffeln und Knödel. Etwas später werden gereicht Weihnachtswaffeln mit Kirschen und Sahne, Tee, Kakao oder Kaffee satt.

Für Essen und Programm sind 24,90 Euro pro Person zu entrichten. Hinzukommen die Kosten für die Busfahrt von 17,50 Euro pro Person.

Weitere Informationen und kurzfristige Anmeldungen bis zum 20. November nehmen die Vorsitzende Ira Rode, Mitteldorf 29, Eisdorf, Telefon (05522) 999 936, oder die stellvertretende Vorsitzende Gisela Storbeck, Frankfurter Str. 316, Telefon (05522) 827 51, entgegen.

Gäste sind zu dieser Jahresabschluss-Fahrt herzlich willkommen. kip

Partystimmung bei Don Camillo

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Einen Geburtstag der ganz besonderen Art durften Fünftklässler Anfang November in unserer neuen Pizzeria erleben. Nach einem ausgelassenen Nachmittag fanden die Zehnjährigen zum Abendessen einen liebevoll geschmückten Partyraum vor. Über Luftballons, Girlanden  und ein Ständchen zur Begrüßung freute sich das Geburtstagskind und seine Gäste. Nach reichlich leckerer Pizza und Pasta gab es noch eine Überraschung: „Onkel Carlo“ hatte extra eine Torte gebacken und feierlich im Kerzenschein überreichen lassen. Gut gelaunt und gestärkt verabschiedet sich die Gruppe mit bunten Leuchtstäben in die Nacht hinaus zur Wanderung durch die Feldmark. 

Die Dorfmoderatoren bedanken sich sehr bei Carlo Caravella und seinem Team für diesen herzlichen Einsatz und wünschen weiterhin viel Erfolg, gute Resonanz und zufriedene Gäste. Wir kommen gerne wieder!

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Kita St. Georg freute sich über Verlängerung des Qualitätsgütesiegels für Kitas im LK Göttingen

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Sie alle freuten sich riesig darüber, dass die Kita Eisdorf ein zweites Mal das Qualitätssiegel erhalten hat. Foto: Petra Bordfeld

Andrea Stewers-Schubert, Leiterin der Kindertagesstätte St. Georg Eisdorf, und ihr Team, hatten einen ganz besonderen Grund stolz zu sein. Denn ihnen wurde die Verlängerung des Qualitätsgütesiegels für Kindertagesstätten des Kreises Göttingen überreicht, welches sie zum ersten Mal noch vom Altkreis Osterode erhalten hatten.

Um dieses Zertifikat zu überreichen, war Wiebke Höffner als Vertreterin des Landkreises Göttingen zusammen mit den zwei Auditorinnen des Prüfungsteams, Ursula Wünsch und Sonja Biedermann, nach Eisdorf gekommen. Mit der Verlängerung dieses Kindertagesstätten-Siegels hätte das Kita-Team wieder einmal unter Beweis gestellt, wie gute pädagogische Arbeit mit Kindern funktioniert und auch die positive Weiterentwicklung zum letzten Audit vor zwei Jahren unterstrichen. „Deshalb freue ich mich, gratulieren und die Urkunde überreichen zu dürfen“.

Andrea Stewers-Schubert betonte, dass so eine Urkunde keiner allein schaffen könne. Ohne die Hilfe eines motivierten Teams, das sich ständig fortbildet, tollen Kindern, interessierten Eltern und einem ganzem Dorf, das reinschaut und unterstützt, wäre das gar nicht möglich gewesen.

Ortsbürgermeisterin Petra Pinnecke wünschte auch weiterhin, dass alles, was sich vorgenommen wird, realisierbar sein möge. Ihr Dankeschönpräsent erhielt übrigens die Benotung frei nach Hans Rosenthal „Das ist Spitze!“. pb

Königsabholen 2017

SVEisdorfKoenigsabholen2017 Reihe vorn: Königin Christiane Schmidt, König Dieter Armbrecht und Jugend-Königin Carolin Lawes
Reihe hinten: Vizekönigin Anita Wegner, Vizekönig Thorben Siewke, Vize-Jugendkönig David Elsner und Schiesssportleiter Dominik Jentsch.

Bei herrlichem Wetter wurden in Eisdorf unter musikalischer Begleitung des Spielmannszuges die Könige von 2016 abgeholt.

Zurück im Schützenhaus stand nach dem traditionellen Königsessen die Proklamation der neuen Könige an. Die neuen Würdenträger in Eisdorf haben alle eine 10 geschossen, so dass die Teilermaschine die Auswertung vornehmen musste.

König wurde Dieter Armbrecht und Vizekönig Thorben Siewke. Bei den Damen wurde Christiane Schmidt Königin gefolgt von der Vizekönigin Anita Wegner. Carolin Lawes errang bei der Jugend die Königinwürde und David Elsner ist der Jugend-Vizekönig.

Pflegereform 2017 stand im Mittelpunkt der Zusammenkunft des SoVD

SOVDEisdorfVortragPflegereform2017

Maleen Watermann spricht vor Mitgliedern des SoVD zum Thema "Pflegereform 2017". Foto: Kippenberg

In der ehemaligen Gemeindeverwaltung trafen sich bei herrlichem Oktober-Wetter Mitglieder des SoVD Eisdorf-Badenhausen. Zu dieser Zusammenkunft begrüßte Vorsitzende Ira Rode ganz herzlich die Leiterin der Geschäftsstelle des SoVD-Kreisverbands Osterode Maleen Watermann.
In einem mit Lichtbildern unterlegten umfassenden und sehr informativen Vortrag beleuchtete Sozialberaterin Maleen Watermann die Veränderungen, die durch das Reformgesetz 2017 in der Pflege eingetreten sind. Nach allgemeinen Ausführungen zeigte sie die Pflegebedürftigkeit nach neuem Recht auf. Dabei beleuchtete die Referentin das Verfahren bei den Pflegekassen, die gutachterliche Tätigkeit des Medizinischen Dienstes, die Pflegeleistungen und die Absicherung der Pflegeperson. Maleen Watermann: "Grundsätzlich ist jeder dort pflegeversichert, wo er krankenversichert ist. Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung und familienversicherte Personen sind automatisch pflegeversichert." Weiter betonte Maleen Watermann, dass der Anspruch auf Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung von Vorversicherungszeiten abhängig ist. Ausführlich machte sie deutlich, wer nach neuem Recht pflegebedürftig ist. Dabei beschrieb sie den Grad der Selbstständigkeit als neuen Maßstab, der sich untergliedert in Selbstständigkeit, überwiegende Selbstständigkeit, überwiegende Unselbständigkeit und in Unselbständigkeit.
Anhand von Beispielen zeigte sie auf, wie der Pflegegrad im Detail ermittelt wird und wie die Pflegebedürftigkeit ermittelt wird. Mobilität und die Fähigkeiten des Pflegebedürftigen werden ermittelt und fließen in die Begutachtung ein. Bei dieser Begutachtung sind besondere Problemlagen zu berücksichtigen.
Weiter wurden von Maleen Watermann Fragen der Selbstversorgung, krankheitsbedingte Anforderungen, des täglichen Lebens und das Bestehen sowie die Pflege sozialer Kontakte erörtert. Besonders interessant fanden die aufmerksamen Zuhörer, durch deren Fragen die verschiedenen Themen vertieft wurden, die Erläuterungen der Einstufung in fünf Pflegegrade und das Verfahren bei den Pflegekassen einschließlich der Tätigkeit des Medizinischen Dienstes.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Referentin bei ihren breiten Ausführungen zu den Pflegeleistungen unterteilt in Pflegegeld und Pflegesachleistungen. Recht informativ waren ihren Ausführungen zu der Kombination der Inanspruchnahme von Pflegegeld und Pflegesachleistungen. Mit Hinweisen zu Entlastungsbeträgen und der Absicherung der Pflegeperson einschließlich der Ansprüche der pflegenden Personen sowie dem Angebot  der Einzelberatung im Bedarfsfall beendete Maleen Watermann ihre mit langanhaltendem Beifall aufgenommenen Informationen.
Vorsitzende Ira Rode dankte der Referentin mit einem Präsent für ihre mit viel Interesse aufgenommenen Informationen. Einzelgespräche einzelner Mitglieder schlossen sich an. kip

Was machen Dorf-Moderatoren?

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Die drei Eisdorfer Dorfmoderatoren Annette Altmann, Jürgen Zuchowski und Petra Pinnecke haben Platz auf dem neuen Vorplatz des KuSZ genommen. Fotos: Petra Bordfeld

Dass Funk- und Fernsehen-Moderatoren zumeist wichtige Kernsätze aufgreifen, bei Konflikten vermitteln und den Dialog fördern, dürfte allen bekannt sein. Was aber machen Dorf-Moderatoren? Diese Frage beantworteten Annette Altmann, Petra Pinnecke und Jürgen Zuchowski, die dieses Ehrenamt Anfang des Jahres 2017 in Eisdorf übernommen und mittlerweile diverse Zertifikate erhalten haben.

Sie wollen Eisdorfer Bürger und deren Ideen unterstützen und auf den Weg bringen. Im Prinzip beschreiten sie den gleichen Weg, wie ihre hauptberuflichen Kollegen, denn sie machen sich als Vermittler für Kooperation, Koordination und Kommunikation zwischen den Vereinen und Verbänden sowie und einzelnen Bürger stark.

Begonnen hat alles damit, als Ortsbürgermeisterin Petra Pinnecke vernahm, dass in Süd Niedersachsen 15 Dörfer gesucht wurden, die an dem Modellversuch „Musterhausen gestaltet Zukunft“ mitmachen wollten. Allein der Titel ließ sie hellhörig werden. Schließlich will sie ihre Hände nicht in den Schoß legen, wenn sie mal keine Ortsbürgermeisterin mehr ist. „Vielmehr habe ich dann mehr Zeit mich letztendlich auf der unpolitischen Ebene zu engagieren und einzubringen“. Erst mit der Dorfmoderation zu beginnen, wenn sie im politische Rentenalter stünde, sei aber zu spät. Sich als Bindeglied zwischen Vereinen, Verbänden, Bürgern und der Politik zu agieren und somit die Möglichkeit zu haben und zu geben, die dörfliche Situation zu stabilisieren oder zu verbessern, sei doch ein erstrebenswertes Ziel.

Sie sollte mit ihren Überlegungen aber nicht alleine bleiben. Denn, auch wenn Annette Altmann erst vor acht Jahren nach Eisdorf kam, fühlt sie sich dort hundertprozentig zu Hause. Ihr Mann Helge, dessen Großeltern in Eisdorf ansässig waren, kehrte aus ideellen Gründen in diesen Ort zurück. Und sie, die im Rahmen des Immobilienverwaltungs-Unternehmens ihres Mannes tätig ist, hat es nicht eine Sekunde bereut, mitgegangen zu sein. Sie habe schon als „Zugereiste“ die schon lange gesuchte bessere Lebensqualität in Eisdorf gefunden. „Ich möchte, dass die nicht verloren geht und andere Vorteile des Lebens auf dem Dorf aufzeigen“. Als Petra Pinnecke „eines schöne Tages“ den Flyer „Dorfmoderation“ vorstellte, hatten beide festgestellt, dass sie sich auf einer Wellenlänge befinden. Beide machten sich auf den Weg nach Nörten-Hardenberg, um sich über diesen Modellversuch zu informieren und  kehrten „angekickt“ zurück. „Der Ideenkanal war freigelegt, denn das war unser Thema“.

Der dritte im Bunde ist Jürgen Zuchowski, der sich beruflich auch mit gemeinnützigen Organisationen beschäftigt und zwar von Clausthal Zellerfeld aus. Aber vor sechs Jahren wollten er und seine Lebenspartnerin sich wohnlich verändern und stießen bei der Suche nach einem Eigenheim auf Eisdorf. Auch er fühlte sich in der Ortschaft sofort aufgenommen. Als in seinem Briefkasten der Flyer landete, wurde seine Neugier geweckt, schließlich wollte er sich für Eisdorf einsetzen. Zwar hat er im Moment noch wenig Zeit, aber es ist abzusehen, wann die mehr wird. Für ihn ist es einfach eine tolle Idee, die ihm auch hilft das Dorf besser kennen zu lernen. Außerdem macht es ihm Spaß, sich mit anderen Gedanken zu machen, was geändert und verbessert werden kann.

Im Prinzip sind sie mittlerweile ein eingespieltes „Dream-Team“. Denn, auch wenn  sie manchmal verschiedener Meinung sind, ziehen sie trotzdem an einem Strang. Dafür treffen sie sich alle vier Wochen und halten alles schriftlich fest. „Wir wollen schließlich nichts von den diskutierten Belangen vergessen. Außerdem macht alles Spaß und ist keine Belastung, sondern ein Ausgleich zum sehr anstrengenden Alltag“.

Schließlich haben sie sich fest vorgenommen, dörfliche Charaktermerkmale zu erhalten, zukunftsträchtige Projekte mit zu entwickeln, Jugendbeteiligung zu fördern, ortsnahe Versorgung zu unterstützen, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken, die Mobilität im Alltag zu erleichtern, Ideen aufzugreifen, Bedarf zu vermitteln und Umsetzbarkeiten zu prüfen sowie Erfahrungsaustausch mit anderen Dörfern zu führen. Letztendlich sei der Gedankenaustausch über ortsnahe Versorgung, Verkehrsanbindungen, Vereinsangebote und Fördermittel sehr wichtig.

Übrigens haben die drei die erarbeitete Theorie auch schon mindestens zweimal in die Praxis umgesetzt. Denn sie haben sich T-Shirts mit dem entsprechenden Logo fertigen und Ansichtskarten drucken lassen. Letztere werden  zugunsten gemeinnütziger Projekte verkauft und sind bei Annette Altmann erhältlich.

Weil sie aber auch herausfinden möchten, welche Art von Mitfahrzentrale von den Eisdorfer gewünscht wird, ist bereits eine Umfrage gestartet. „Erst, wenn die abgeschlossen ist, werden wir konkrete Überlegungen in Angriff nehmen“.

Wer Interesse hat, kann sich die entsprechende PDF-Datei dazu im Internet herunterladen.

Zu den dörflichen Charaktermerkmalen wiederum gehören aber auch ein funktionstüchtiges Vereinsleben ebenso, wie die Heimatpflege und die dorfeigene Wasserquelle im Kreytertal. „Ganz wichtige Faktoren sind aber die Eisdorfer und deren Herzlichkeit. Die gehen auf einander zu und sind zuvorkommend und nehmen auch neue Mitbürger in ihre Runde auf“. Im Prinzip hätten die Eisdorfer Sinn für Fortschritt ohne dabei die Tradition, wie beispielsweise den „Schüttenhoff“ zu vergessen. Übrigens sei Eisdorf landesweit für seine Sauberkeit und seine Ordnungsliebe bekannt. „Schließlich packt hier jeder mit an und steht für den anderen ein“. Dabei sei es völlig egal, auf welcher politischen Ebene sich der eine oder andere bewegt.

„Wir diskutieren zwar zu dritt miteinander, aber wir hören auch gerne zu“. Aus dem Grunde sollten diejenigen, denen eine Idee durch die grauen Zellen jagt, bei ihnen anrufen, sie anmailen oder auf der Straße ansprechen, bevor sich Kopfschmerzen breit machen. „Jede Idee wird ernst genommen“.

Im Prinzip müsse erst mal kritisch überlegt werden, was fehlt und gebraucht wird. „Wir wollen nicht einfach sagen: Das machen wir“. Im Bereich der ortsnahen Versorgung gebe es viele Ideen, die gemeinsam aufgegriffen und entwickelt werden können.

DorfmoderatorenEisdorf 02

In jedem Falle haben die Eisdorfer Moderatoren noch viel vor. Wer den dreien mit Ideen zur Seite stehen möchte, sollte sich merken: www.eisdorf.de und E-Mail Dorfmoderatoren@eisdorf.de pb

Dorfmoderation Eisdorf

SoVD Eisdorf-Badenhausen lädt ein zum Vortrag über die Pflegereform

Zu einem Vortrag über die Pflegereform lädt der SoVD Eisdorf-Badenhausen am Montag, 16. Oktober, 15.30 Uhr, in das ehemalige Gemeindebüro in Eisdorf, Mitteldorf 20, herzlich ein. Mit dem Pflegestärkungsgesetz treten zahlreiche Veränderung für das Pflegerecht ein. kip

Gedächtnistraining in Bewegung

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Es machte allen sichtlich Spaß Körper und Geist in Form zu bringen. Foto: Petra Bordfeld

Bewegtes Denken - Denken bewegt!

Acht Übungsleiterinnen und vier Übungsleiter aus Hannover, Hameln oder Umkreis von Göttingen lockte das Angebot einer Fortbildung zum Thema „Gedächtnistraining des Kreissportbundes Göttingen – Osterode“ in die Eisdorfer Turnhalle. Die Referentin, Monika Volkmann-Lüttgen, reiste sogar aus Wuppertal an.

Die ausgebildete Fitness- und Gedächtnistrainerin gab Aufgaben und Anregungen dafür, wie das Training mit Bewegungen mit dem Denken für Körper und Geist kombiniert werden kann.

Die Übungsleiterinnen und Übungsleiter ließen sich von dem abwechslungsreichen Programm mit verschiedenen Materialien, wie beispielsweise Bälle, Buchstabenkarten, Zahlenwürfel, aber auch durch Fingerspiele begeistern. Alle hatten viel Spaß daran, die grauen Zellen so richtig in Schwung zu bringen. Dabei wurde sogar die Muskulatur mit den Übungen aktiviert. Man blieb aber nicht „nur“ in der Halle, Bei einem Spazierweg unter frischer Luft und fast blauen Himmel gab letztendlich auch, Gedächtnisaufgaben zu lösen.

So erkannten alle, wie  Konzentration, Koordination und Flexibilität in den Sportstunden verbessert werden können. pb

Ein Arzt und ein Freund der bildlichen Sprache beim Tag der offen Tür im Förster Museum

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Manch einer wird Dr. Dancke auf dem Führerscheinfoto wohl wiedererkennen. Fotos: Petra Bordfeld

Förste. „Die Lüge ist wie ein Schneeball: Je länger man ihn wälzt, desto größer wird er“ – dieses Zitat stammt aus der Feder des Reformators Martin Luther. Und weil die heimatkundliche Dorfgemeinschaft Nienstedt/Förste e. V. am Reformationstag, am 31. Oktober, zum Tag der offenen Tür ins Dorfmuseum lädt, wird dem Freund der bildlichen Sprache Raum eingeräumt werden. Im wahren Mittelpunkt wird allerdings der Allgemeinmediziner Dr. Ernst Dancke stehen. Er dürfte noch vielen Bürgern des Sösetales in Erinnerung sein.

In der Zeit von 11 bis 17 Uhr besteht aber nicht nur die Möglichkeit, viel Wissenswertes über den Arzt, der von April bis Juni 1920 sein Staatsexamen in Rostock ablegte und 1922 als praktischer Arzt nach Förste kam und über den Reformator, der auch die Deutsche Sprache geprägt hat, zu erfahren. Auch alle anderen Sehenswürdigkeiten dürfen in Augenschein genommen werden. In alle Räumen werden Mitglieder der heimatkundlichen Dorfgemeinschaft Rede und Antwort stehen.

Wer sich stärken möchte, darf dies in der Mittagszeit ebenso im Museum vornehmen, wie zur Kaffeezeit. Es werden der Herbstzeit angepasste Speisen und Getränke feilgeboten.

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