Eisdorf

Ortsteil der Gemeinde Bad Grund (Harz)

JHV MTGV Concordia

Ohne Nachwuchs ist Singfähigkeit fraglich

Eisdorf (sab). Wie fast alle Gesangvereine hat auch der Männergesangverein MTGV Concordia Eisdorf Sorgen. Es werden zwar immer noch 24 aktive Sänger gezählt, die durchschnittliche Beteiligung beim Üben und den öffentlichen Auftritten müsste aber besser werden, war aus den Jahresberichten zu hören. Aber auch sonst hat der Verein Sorgen, nämlich finanzieller Art. Die Folge war eine einstimmig beschlossene Beitragserhöhung.

Mit Gesang und einem kräftigen Imbiss wurde die 137. Jahreshauptversammlung im Vereinslokal Ohse eröffnet. Neben dem Sangesbruder Bürgermeister Herbert Lohrberg und dem Chorleiter Hilmar Merkel begrüßte Vorsitzender Günter Apel die Ehrenmitglieder Horst Riehn, Willi Drews und Heinz Rohrmann.

Ehrend wurde vier verstorbener Sangesbrüder gedacht. Mit Regularien, u. a. der Protokollgenehmigung, ging es weiter. „Singen im Chor bringt Freude“ und „Ich danke dem gesamten Vorstand und allen Sangesbrüdern für die reibungslose Zusammenarbeit und Unterstützung“, so Günter Apel eingangs seines Jahresberichtes. An Chorleiter Hilmar Merkel ging der Dank für die Motivation, die zu einer anerkannten guten Qualität des Chores geführt habe.

Der Vorsitzende erinnerte weiterhin an besondere Ereignisse im Jahr 2006.
Die Mitwirkungen beim Chorkonzert in Münchehof und der Festgottesdienst zum Schüttenhoff und die aktive Mithilfe beim Fest wurden besonders erwähnt. Nicht unerwähnt blieben auch die Auftritte bei anderen Gottesdiensten, dem Ordinationsgottesdienst von Pastor Jens Kertess, bei der Einweihung des Kultur- und Sportzentrums, beim Volkstrauertag sowie die zahlreichen Ständchen bei Ehejubiläen und runden Geburtstagen. Es wurden 12 Ständchen gesungen. erwähnt. An Tagungen, dem Kreissängertag sowie an Empfängen und Besprechungen nahm der Vorstand teil. Dörfliche Gemeinschaftsveranstaltungen und Aktionen wurden unterstützt.
Weiter war zu hören, dass auch die Geselligkeit nicht zu kurz kam. Ein Grillabend, die Mitwirkung beim Boßel-Wettbewerb und dem dörflichen Preisschießen sowie die Jahresabschlussfeier gehörten dazu.

71 Mitglieder, davon neun Ehrenmitglieder, zählt der Verein, berichtete Günter Apel.
Die Entwicklung des Kassenbestandes war ein anderes Thema. Kassenwart Bruno Armbrecht führte aus, dass der Kassenbestand arg „geschrumpft“ sei. Jahr für Jahr sei der Kassenbestand zurück gegangen. Mit rund 600 € sei er nicht mehr ausreichend. Eine Beitragsanpassung wurde vorgeschlagen.
Zunächst aber wurde dem Hauskassier Erich Metje gedankt. Beitragsrückstände gab es keine. Kassenrevisor Friedhelm Bertram bestätigte die einwandfreie Kassenführung. Neuer Revisor wurde Gerd Schlörke.
Sachlich, aber ausgiebig, wurden die Notwendigkeit und die Höhe einer Beitragserhöhung diskutiert. Erinnert wurde daran, dass 1984 die letzte Beitragserhöhung stattfand. Damals wurde der Beitrag von monatlich 2,00 DM auf 3,00 DM erhöht. Mit der Umstellung auf Euro wurde der Beitrag auf 2 € festgesetzt.
Letztlich wurde einstimmig beschlossen, den monatlichen Beitrag um 1 €, somit auf 3 € monatlich, zu erhöhen.

Singwart Manfred Töpperwien hatte andere Zahlen parat. Durchschnittlich 16 von 24 aktiven Sängern waren es, die an den Übungsabenden teilnahmen. 35 Lieder wurden gesungen. Bei 25 Übungsabenden war Wolfgang Lewin dabei. Erich Armbrecht fehlte nur 2 mal, ebenso Ingo Rath. Wie üblich, wurden die fleißigsten Sänger mit Präsenten geehrt. Einige neue Lieder, so Bruno Armbrecht, wurden eingeübt.

Chorleiter Hilmar Merkel dankte allen Sängern und dem Vorstand für die gute Zusammenarbeit. Mahnende Worte waren vom ihm zu hören. Es müssten unbedingt neue Sänger hinzukommen. „Schnuppersingen“, „Projekt-Singen“, an dem auch Nichtmitglieder teilnehmen können, mehr öffentliche Auftritte, mehr Zusammenarbeit mit dem Kindergarten und dem Posaunenchor“, so Vorschläge von Hilmar Merkel um den Chor zu aktivieren.

Diese Vorschläge ergänzte Bürgermeister Herbert Lohrberg in seinen Gruß- und Dankesworten ausführlich. Engagiert forderte er den Vorstand dazu auf, die Jugendarbeit zu fördern, verstärkt mit anderen Vereinen zusammen zu arbeiten, die Jugendarbeit betreiben und mehr öffentliche Veranstaltungen abzuhalten. Das neue Kultur- und Sportzentrum sei dafür bestens geeignet, zumal das Haus für kulturelle Zwecke kostenlos zur Verfügung stehe, betonte Lohrberg.

Ohne Diskussionen wurden Termine festgelegt. Sechs Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften sollen im Rahmen einer Sängerveranstaltung erfolgen. Ein Konzert im Herbst soll es sein, bei dem auch andere Chöre und Vereinigungen mitwirken.

 

Foto: Aufmerksam verfolgen die Mitglieder des MTGV Concordia den Ausführungen ihres Vorsitzenden.

Foto: Sablotny