Nach der Feierstunde in der Unterkunft des THW in Osterode (v. l. n. r.): Helga Klages, Hans-Jürgen Vogt, Ulrich Neuse, Gerda Schütze, Thomas Schulze, Dagmar Thomitzek, Sebastian Paul und Carsten Schmidt. Foto: Bordfeld

Osterode (pb). In der Unterkunft des THW-Ortsverbandes Osterode gaben sich Vertreter zahlreicher benachbarter und befreundeter Ortsverbände und der Geschäftsstelle Göttingen sowie die stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Osterode, Helga Klages, der Stadtbrandmeister Thomas Schulze und der Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Osterode, Hans-Jürgen Vogt sowie eine große Abordnung des THW-Osterode ein Stelldichein. Ulrich Neuse, das Urgestein des THW der Kreisstadt, der auch 16 Jahre in den Freiwilligen Feuerwehren Eisdorf und der Samtgemeinde Bad Grund aktiv war, sollte für 50 Jahre währende Mitgliedschaft geehrt werden.

Dagmar Thomitzek, Geschäftsführerin des THW-Geschäftsführerbereichs Göttingen, übermittelte die herzlichsten Glückwünsche des Landesverbandes Bremen/Niedersachen. Positiv und herausragend sei, dass der Name Osterode am Harz und Ulrich Neuse im Einklang zu vernehmen seien. Begonnen hat dessen Ehrenamtslaufbahn mit dem Eintritt im Februar 1962 ins THW. Bereits im Oktober desselben Jahres wurde er Truppenführer, ein Jahr später Gruppenführer und ab 1972 die dauerhafte Vertretung des Zugführers Rolf Lohrengel.

Ab 1970 wiederum habe er sich der Gründung der Jugendgruppe im Ortsverband Osterode gewidmet und war dort sieben Jahre lang Jugendbetreuer. Danach habe er sich zwar aus dem aktiven THW-Dienst zurückgezogen, aber das Amt des Althelfers übernommen. Außerdem habe er 1981 auch mit dem Eintritt in die Freiwillige Feuerwehr Eisdorf, bei welcher er im selben Jahr Truppführer wurde,  seine Fühler über die THW-Grenzen ausgestreckt. 1982 wurde er zum Gruppenführer ernannt, neun Jahre später zum Jugendwart der Wehr bestimmt. Gleichzeitig übernahm er im selben Jahr das Amt des stellvertretenden Gemeindejugendwartes der Samtgemeinde Bad Grund. Später trat er die Aufgaben des Gemeindejugendwartes an – und das bis 1997.

Als dann das THW Osterode Ende des Jahrtausends einen neuen Ortsbeauftragten suchte, habe er nicht lange gezögert und die Funktion übernommen. Seit dieser Zeit habe er nicht „nur“ die verschiedenen Großeinsätze mit den Helferinnen und Helfern aus dem Ortsverband begleitet, sondern auch dafür Sorge getragen, dass eben diese eine gute Ausbildung erhielten, was zu einer Verbesserung des THW-Ansehens geführt habe.

Durch Neuses Mitwirkung verfüge Osterode mittlerweile auch über eine ÖGA-Höhenrettungen (Örtliche Gefahrenabwehr-Rettungen), die sich sehr gut in die anderen Organisationen einfüge. Der Jubilar habe den Ortsverband Osterode zu dem geformt, was er heute ist und dabei alles richtig gemacht. Neben all seinen Aktionen habe er das Wort „Helferentwicklung“ nie falsch verstanden und frühzeitig Schritte eingeleitet, um mit Carsten Schmidt einen zukünftigen Nachfolger zu positionieren. Nach vier Jahren habe dieser den „Freischwimmer“ erhalten und steuert bereits seit 2008 den THW-Ortsverband mit Unterstützung seiner Mannschaft. Denn Neuse habe zum richtigen Zeitpunkt losgelassen, stehe aber stets mit Rat und Tat zur Seite stehe. Er habe in den 50 Jahren viel bewegt und gestaltet. Durch Überzeugung und Voranschreiten habe er versucht, das Unmögliche möglich zu machen. Und zur Ruhe gesetzt hat er sich immer noch nicht, denn als Althelfer und als erster Vorsitzender der THW-Helfervereinigung Osterode setzt er sich weiterhin für die Weiterentwicklung des THW in Osterode ein.

Während Dagmar Thomitzek dem Urgestein eine Urkunde des Landesverbandes Bremen/Niedersachsen überreichte, erhielt Gerda Schütze, die starke Frau an seiner Seite, ein blumiges Dankeschön.

Helga Klages betonte in ihren Glückwünschen, dass derartige Organisationen wie das THW und die Wehren nur agieren könnten, wenn Menschen wie der Jubilar sich engagieren. Neuse habe sich schließlich ein halbes Jahrhundert in den ehrenamtlichen Dienst dieser beiden Einrichtungen gestellt.

Allein dieser zeitweise zweigleisige Einsatz erfordere erheblichen zeitlichen Einsatz und Verzicht auf Freizeit. Diese persönliche Verbindung zwischen THW und Feuerwehr habe aber eben auch zu einer sehr guten Zusammenarbeit beider Institutionen geführt. Dieses Wirken auf zwei Ebenen in Bereichen, die der gesamten Bevölkerung zugute kommen, verdiene höchste Achtung, Anerkennung und vor allem Dankbarkeit.

Thomas Schulze sparte ebenso wenig mit Worten des Dankes und der Anerkennung und verkündete am Schluss, dass er sich schon jetzt auf Neuses 100jähriges Jubiläum freue.

Peter Richtig hatte der Werdegang des Jubilares in Versform verpackt und mit charmantem Witz gewürzt.

Ulriche Neuse dankte für die vielen schönen Worte sowie die Präsente und brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass alle noch viele Jahre miteinander zu tun haben werden.

Und Carsten Schmidt, der eingangs alle Gäste auf herzlichste begrüßt und Ulrich Neuse gratuliert hatte, bat dann alle zu einem Gedankenaustausch, der übrigens wesentlich länger als geplant dauerte.