Seniorensportgruppe

Die Seniorengruppe des TSC Eisdorf mit den ehemaligen Übungsleitern Erhard Kriebel (sitzend, Mitte) und Werner Bohnen (vorne) sowie der Übungsleiterin Diana Borchers (hi. 2. v. re.) und dem Vereinsvorstand. Foto: Bordfeld

Mitglieder der Seniorensportgruppe des TSC Eisdorf trafen sich im Gemeindehaus. Diesmal nicht, um Gelenke und Muskeln zu trainieren, sondern um bei Kaffee und Kuchen ein Jubiläum zu feiern: Schließlich fassten 1983 auf Initiative von Erhard Kriebel vier Frauen und drei Männer den Entschluss, Seniorensport auch in Eisdorf auf die Beine zu stellen.

Kriebel erinnerte während der kleinen Feierstunde, an der auch der Vorstand des TSC Eisdorf teilnahm, daran, dass der Seniorensport erst Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre seitens des Landessportbundes ins Leben gerufen wurde. Seniorensport habe bei Kreisvolkshochschulen, Krankenkassen dem DRK schon längst auf der Angebotsliste gestanden.

Der damalige Verantwortliche des Sportbetriebes vom KSB für Samtgemeinde Bad Grund wollte da nicht weiter zuschauen. Vielmehr habe er sich in die Pflicht genommen gefühlt, in diesem Bereich ganz schnell etwas aufzubauen. Da die Hallenkapazitäten auch vor 30 Jahren schon ausgeschöpft waren, habe sich sein Vorhaben nicht als einfach herausgestellt. Nach langer Planung, diversen Stundenverschiebungen und Zeitverkürzungen war das ganze Unterfangen aber in den Griff zu bekommen, so Kriebel weiter.

Da er selbst ein Neuling auf diesem Gebiet gewesen sei, habe er verschiedene Lehrgänge beispielsweise in der Landessportschule Melle und an der Deutschen Turnschule Frankfurt besucht. Der absolute Höhepunkt sei allerdings der Bundeslehrgang in Karlsruhe gewesen, wo er zu den zwölf Männern neben 108 Teilnehmerinnen zählte.

Bei diesem Lehrgang im Seniorensport habe er allerdings eine ehemalige Sportlehrerin aus Bremen wiedergetroffen, die er bereits in den 60er Jahren bei der Ausbildung kennengelernt hatte. Im Nachhinein könne er das als Glückfall betrachten, weil er dann im späteren Verlauf einige Aktivitäten mit ihr und ihrer Seniorengruppe aus Bremen unternommen habe.

Bereits zur zweiten Sportstunde konnte Kriebel erfreulicherweise 15 Teilnehmer/innen begrüßen. Und die Zahl sollte Woche für Woche steigen. Letztendlich habe er sich teilweise über 30 Teilnehmer/innen pro Stunde gefreut. Besonders freue ihn allerdings, dass heute noch einige aus den Anfängen aktiv dabei sind.

Als ganz positiv zu verzeichnen sei, dass während des 30jährigen Bestehens der Gruppe der TSC Eisdorf nur drei Übungsleiter zu verzeichnen waren. Das sei mit Sicherheit nicht die Regel, wenn er andere Vereine zum Vergleich heranzöge. Etwas 15 Jahre hatte er das Ruder in der Hand, etwa 14 Jahre Werner Bohnen und mittlerweile Diana Borchers.

Kriebel rief aber auch noch diverse Aktivitäten in Erinnerung. Letztendlich habe man nicht bloß viele Tänze einstudiert und diese zu diversen Veranstaltungen aufgeführt, sondern sich auch elf Mal auf das Fahrrad geschwungen und auf Schusters Rappen unterschiedlichste Wanderungen durchgeführt. 16 Mal sei in dem Garten eines Mitgliedes der Grill angeschmissen worden. Aber auch neun Tagesfahrten dürften in bester Erinnerung sein. Heute noch finden die Acht-Tages-Fahrten statt.

Ein weiteres Highlight seien die Treffen mit der Bremer Seniorengruppe gewesen, die 1988 mit dem ersten Treffen in Eisdorf begonnen hatten. Von den 150 Personen seien allein 50 aus der Stadt der vier tierischen Musikanten gekommen. Ein Jahr später sei es zum Gegenbesuch gekommen. Das letzte Treffen liege leider schon 13 Jahre zurück.

Abschließend wünschte Erhard Kriebel allen weiterhin viel Spaß am Sport und ganz besonders viel Gesundheit. „Wenn es aber mit dem Sport nicht mehr hinhaut, wollen wir es doch beibehalten, uns zu gewissen Anlässen regelmäßig zu treffen". pb