Eisdorf (sab). Die Verabschiedung eines bisherigen Jagdpächters und die Vorstellung des neuen Jagdausübungsberechtigten stand im Vordergrund der sehr gut besuchten Jahreshauptversammlung der Eisdorfer Jagdgenossenschaft, die kürzlich in der Gaststätte Ohse stattfand.

Die Jagdgenossen hörten Interessantes über das vergangene Jagdjahr, darunter auch die Abschusszahlen und Wünsche der Jagdpächter.

Besondere Willkommensgrüße richtete der Vorsitzende Frank Brakebusch an Bürgermeister Herbert Lohrberg, Pastor Jens Kertess, die Jagdpächter und Jagdausübungsberechtigten Amin Burdik, Mario Wecke, Helmut Oelkers, Alexander Burdik, Ernst Grino Niemeier und Rolf Renneberg.

Ohne Beanstandungen passierte das Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung die Versammlung.

Chronologisch ließ Frank Brakebusch das Jagdjahr 2007/08 Revue passieren.

Die geplante ADAC- Rallay durch die Eisdorfer Feldmark habe nicht stattgefunden, so dass auch keine Wildstörungen eintraten. Zum Thema „Jagdstörung“ wurde ausführlich berichtet. Erfreulich sei, und das bestätigten dann auch die Jagdpächter, dass das abgelaufene Jagdjahr deutlich ruhiger verlief. Die intensive Aufklärung der Bevölkerung durch Jagdpächter, Jagdvorstand, Jagdgenossen und die örtliche Presse habe sicherlich dazu beigetragen, dass unnötige Störungen in Wald und Flur vermieden wurden bzw. zurückgegangen sind.

Die vorzeitige, nach dem Jagdpachtvertrag aber auch mögliche, Kündigung des Jagdbezirks Süd durch Armin Burdik und die Neuverpachtung habe im Mittelpunkt der Vorstandsarbeit gestanden, führte Frank Brakebusch aus. Armin Burdik nannte als Grund für die Auflösung des Jagdpachtvertrages, dass er „quasi vor seiner Haustür“ seines Wohnortes im Raum Hildesheim eine Jagd pachten konnte.

Das Eisdorfer Jagdpachtverhältnis wurde zum 31. März 2008 aufgelöst.
Frank Brakebusch berichtete, dass sechs Jäger aus Dänemark die Jagd für die nächsten drei Jahre ( Restzeit aus dem Pachtvertrag Burdik) anpachteten. Sie kennen das Eisdorfer Jagdrevier Süd bereits seit Jahren und waren mit Armin Burdik darin tätig.

Als neuer örtlicher Jagdausübungsberechtigter stellte sich Helmut Oelkers aus Bad Salzdetfurth vor. Er wird zusammen mit dem Eisdorfer Bernd Harenberg als Jagdaufseher tätig.

Behördengespräche, Vorstandssitzungen, Tagungen und Meldungen rundeten die Vorstandsarbeit ab.

Als Resümee 2007 nannte Frank Brakebusch die Hauptarbeiten „Aufräumen im Wald nach dem Sturm Kyrill“ und den neuen Pachtvertrag.

Aus dem Kassenbericht von Walter Krückeberg war zu entnehmen, dass die neuen Jagdpächter ihre Jagdpacht für die nächsten drei Jahre bereits bezahlt haben. Laufend seien Kosten für Reparaturen an der Jagdhütte entstanden. Einzelheiten zur Abwicklung eines Einbruchschadens waren zu hören. Ansonsten sei die Kassenlage mit ihren Rücklagen für künftige Anforderungen in Ordnung. Das bescheinigten auch die Kassenprüfer Heinrich Aschoff und Joachim Lawes. Einstimmige Entlastung des Vorstandes war die Folge.

Einstimmig wurde auch beschlossen, den Reinertrag aus den Jagdpachten der Feldmarkinteressentschaft Eisdorf zur Verfügung zu stellen, die diesen unter Anrechnung des eigenen Beitrags für Wegebauzwecke verwenden kann.
Bürgermeister Herbert Lohrberg stellte in seinen Grußworten fest, dass das ereignisreiche Jagdjahr 2007/08 dank der ehrenamtlichen Arbeit des Vorstandes gut abgewickelt wurde. Dank des Rates und der Verwaltung war dazu zu hören. In den Dank bezog er auch die ehrenamtliche Arbeit der Feldmarkinteressentschaft und die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde mit ein. Die jahrzehntelangen Verhandlungen wegen des Austausches von Feldwegen und Straßen konnten im vergangenen Jahr abgeschlossen werden.

Interessantes ging aus den Jahresberichten der Jagdpächter hervor. Jagpächter Mario Wecke berichtete, dass der Abschussplan nicht eingehalten werden konnte. Der Sturm Kyrill sei mit daran Schuld gewesen. Neun Stück weibliches Rehwild und vier Stück männliches Rehwild wurden erlegt. Hinzu kamen sechs Wildschweine und sechs Füchse. Kein Hase musste sein Leben lassen. Als Fallwild wurden zwei Dachse entlag der Landesstraße nach Dorste genannt. Zusammen mit der angrenzenden Klosterforst fand eine Drückjagd statt. Als positiv bezeichnete Wecke, dass es in seinem Jagdbezirk ruhiger zugegangen sei und Störungen durch Personen, Kraftfahrzeuge usw. weitestgehend unterblieben.

Seinen letzten Jagdbericht über die Eisdorfer Jagd gab Armin Burdik ab. Auch er bewertete es als positiv, dass die Jagdstörungen zurückgegangen sind. Drei Wildschweine seien erlegt worden. Hinzu kamen 16 Stück Rehwild,10 Stück männliches Rehwild und 19 Stück weibliches Rehwild.
Der Abschussplan für die letzten drei Jahre sei nur mit 73 v.H. erfüllt worden. Auch in der Eisdorfer Jagd wurde der Luchs gesichtet. Burdik bewertete dies als Verunsicherung für das Rehwild. Weiter war zu hören, dass die auch für Hunde und letztlich auch für Menschen gefährliche Fuchsräude zurückgegangen sei. 10 Füchse, 1 Hermelin, 1 Dachs als Fallwild, 2 Krähen und zwei Elstern blieben ebenfalls „auf der Strecke“.

Frank Brakebusch kündigte zum Schluss noch die Jagd- Grenzbegehung des Bezirks Nord im Herbst an.


Die Eisdorfer Jagdgenossen hörten interessiert den Ausführungen ihres Vorsitzenden zu.

Foto: Sablotny