Eisdorf (sab). Es war die erste Jahreshauptversammlung, die Joachim Lawes als Vorsitzender der Eisdorfer Feldmarkinteressentschaft durchführte. „Routiniert und zügig“, so die Meinung der Teilnehmer. „wickelte er sie ab““. Die Tagsordnung enthielt allerdings auch keine „Juckepunkte“, sieht man vom Thema „Abflügen“ von Feldwegen einmal ab.

Joachim Lawes begrüßte besonders Bürgermeister Herbert Lohrberg, Pastor Jens Kertess sowie die Jagdpächter und Jagdausübungsberechtigten, die schon bei der vorrangegangenen Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft dabei waren.

Über 40 Mitglieder des Realverbandes hörten aus den Jahresberichten die Aktivitäten aus dem vergangenen Wirtschaftsjahr, nachdem eingangs Regularien ohne Aussprache abgewickelt wurden.
Wegebauarbeiten, Grabenräumungen, Baumfällarbeiten, Wegebeschilderungen, Herstellung von Entwässerungsgräben und normale Pflege von Wegeflächen seien es gewesen, die im Jahr 2007 anfielen und Kosten von 13.432,00 Euro verursachten.

Jochim Lawes berichtete auch, dass der ADAC aus verschiedenen Gründen auf ein Rallye durch die Eisdorfer Feldmark verzichtete.

Der Forderung des Landkreises entsprechend werden in diesem Jahr Strauchrückschnitte an Wegen erfolgen, da einige Feldwege nur noch eine Breite von 2 Metern haben. Auch Bankette an der K 31 werden erneuert.

Wie in jedem Jahr wurde das Thema „Abflügen von Feldwegen“ eingehend diskutiert. Lawes berichtete, dass anhand von Luftbildaufnahmen und Katastervergleichen festgestellt wurde, welche Wege „abgepflügt“ wurden. Das Kartenmaterial wurde herumgereicht. Die betreffenden Landwirte seien aufgefordert worden, den Urzustand der Wege wieder herzustellen und die grenzen einzuhalten. Falls den Aufforderungen nicht nachgekommen werde, wird sich die Realgemeinde auch vor Ersatzvornahmen nicht scheuen. Lawes kündigte an, dass sich der Vorstand „vor Ort“ mit den Problemfällen beschäftigen werde und das weitere Verfahren festlegt. Die gezeigten Luftbildaufnahmen zeigten übrigens deutlich, um welche Wege es sich handelt.

Rechnungsführer Jürgen Weitemeyer berichtete detailliert über die Einnahmen und Ausgaben. Rücklagen für den Wegebau konnten dank der Mitgliedsbeiträge und der Jagdpacht-Zuweisung erfolgen.
Kassenprüfer Adolf Brakebusch und Ingo Rath stellten die einwandfreie Kassenführung fest. Einstimmige Entlastung des Vorstandes war die Folge.

Einstimmig erfolgte auch der Beschluss, es beim bisherigen Umlagebeitrag von 4 Euro je Hektarfläche zu belassen.

Mit 12.100 Euro bei den Einnahmen und den Ausgaben gleicht sich der einstimmig beschlossene Haushaltsplan 2008 aus. Für 2008 wurden einige Wegereparaturen angekündigt.
„Online-Banking“, dieses Bankverfahren wird auf Grund des einstimmigen Beschlusses künftig auch bei der Realgemeinde angewendet, um Kontoführungsgebühren zu sparen.

Bürgermeister Herbert Lohrberg wies in seinen Grußworten auf Programme der ILEG Ländliche Entwicklungsgesellschaft - hin. U.a. sprach er ein mögliches Flurbereinigungsverfahren im Zusammenhang mit Förderungsmöglichkeiten an. Sein Rat ging dahin, dass sich die Realgemeinden in der Umgebung mit diesem Thema beschäftigen sollten, um das Interesse an einer Flurbereinigung festzustellen. Ebenfalls sprach Lohrberg den erfolgreichen und abgeschlossenen Wegetausch zwischen der Realgemeinde und der Gemeinde an, der nach jahrelangen Verhandlungen abgeschlossen werden konnte.
Vom Vorstand der Realgemeinde kamen Hinweise über nicht genehmigte Mistablagerungen in der Feldmark, den nachgegangen wird.

Der bisherige Jagdpächter Armin Burdik bat die Landwirte darum, Wegeränder und Randbereiche der Flurstücke nicht „tot“ zu spritzen, sondern den Kleinlebewesen, Tieren und Vögeln den Lebensraum zu erhalten.




Foto: Der Vorstand der Feldmarkinteressentschaft und der Jagdgenossenschaft nimmt Abschied vom langjährigen Jagdpächter Armin Burdik (3. v.l.) und begrüßt die neuen Jagdausübungsberechtigten.


Foto: Das Thema „Abpflügen von Feldwegen“ wurde diskutiert.

Fotos: Sablotny