Eisdorf

Ortsteil der Gemeinde Bad Grund (Harz) • Landkreis Göttingen

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Volker Hahn erläuterte beim SoVD Eisdorf-Badenhausen die verschiedenen Varianten des Enkeltricks

Bei herrlichem Frühlingswetter trafen sich die Mitglieder des SoVD Eisdorf-Badenhausen im ehemaligen Gemeindebüro in Eisdorf. Vorsitzende Ira Rohde eröffnete die gut besuchte Zusammenkunft, die unter dem Motto stand „Sicherheit vor Ort“. Sie informierte über die Veranstaltungen des DRK „Heimatkleeblatt“, die das DRK in Zusammenarbeit mit der Bildungsgemeinschaft „Arbeit und Leben“ ausführt. Der SoVD-Kreisverband Osterode gibt seit kurzem SoVD-Newsletter heraus, die beim SoVD-Kreisverband bestellt werden können. In diesem Zusammenhang gab Ira Rohde noch einige Termine bekannt.

Herzlich begrüßte sie Volker Hahn von der Polizei Osterode, der im Altkreis Osterode für Prävention zuständig ist. Recht anschaulich berichtete der Präventionsbeamte über Betrügereien, Anrufe und Straftaten, die unter dem Begriff „Enkeltrick“ bekannt geworden sind. Schwerpunktmäßig wenden sich die Betrüger an ältere Personen. „Senioren werden häufig aus dem Ausland angerufen“. „Es kann jeden Treffen“ betonte Volker Hahn. Recht anschaulich und nachvollziehbar schilderte er die verschiedenen Vorgänge aus der Praxis. Deshalb sei immer Vorsicht geboten. Im Zweifel sollte man sich den Dienstausweis von den vermeintlichen Polizeibeamten zeigen lassen. Nur der Dienstausweis ist das Legitimationsmittel. Immer wieder betonte er: „Ist der Gauner erst einmal in der Wohnung – im Haus, dann hat er ein leichtes Spiel. Häufig werden diese „Gäste“ in der Wohnung mehr als unangenehm und die ältere Person hat dann kaum eine Chance. Ratsam ist es, dass an der Haus- oder Wohnungstür ein Riegel angebracht und verwendet wird. Auch ein Türkeil kann hilfreich sein. Deshalb gilt der oberste Grundsatz „Gauner (Fremde) müssen draußen bleiben!“ Dazu zählen „Handwerker auf der Durchreise“ oder „falsche Handwerker“, die einem Grundstücksbesitzer unangemeldet „helfen“ wollen.
„Niemand muss sich in Gefahr bringen. Auch ein „notwendiger Toilettengang“ sollte abgelehnt werden. Im allgemeinen gibt es genügend Toiletten im öffentlichen und allgemein zugängliche Toiletten in gastronomischen und anderen Betrieben.
Weiter gab Volker Hahn den dringenden Rat, dass vom Geldautomaten nur soviel Geld abgehoben werden sollte wie man benötigt. Das Geld sollte am Körper getragen werden. Die Geldbörse in einer Handtasche verstaut ist schnell entrissen. In der Geldbörse sollten auch nicht alle EC- und andere Karten enthalten sein. Ratsam ist es, sich von diesen Unterlagen Kopien zu machen. Dies erleichtert bei Verlust auch die Anzeige bei der Polizei. Unbedingt sollte immer eine Anzeige bei Verlust oder Diebstahl unverzüglich gestellt werden, so der Präventionsbeamte. Einen Personalausweis muss man haben. Er muss aber nicht immer mitgeführt werden.
Eine lebhafte Debatte und eine Vielzahl von Fragen zum eigenen Verhalten wurden an den Polizeibeamten gestellt, die dieser bereitwillig und ausführlich beantwortete. Einige Senioren berichteten über verschiedene Situationen, die sie selbst erlebt haben oder die ihnen aus ihrem Verwandten- und Bekanntenkreis als Mahnung berichtet wurden.
Mit langanhaltendem Beifall belohnten die aufmerksamen Zuhörer den Referenten der Polizei. Die Vorsitzende Ira Rohde ergänzte den Beifall mit aufrichtigen Dankesworten. kip