Eisdorf

Ortsteil der Gemeinde Bad Grund (Harz) • Landkreis Göttingen

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Ortsratssitzung

Die Tatsache, dass der Eisdorfer Straßenzug Mühlenbeu jetzt in Angriff genommen wird und die Arbeiten im September abgeschlossen sein sollen, sowie die Neuigkeit, dass Willensen bald internetfähig sein wird, gefiel den Mitgliedern des Ortsrates bei deren Sitzung sehr gut. Das Thema „Windkrafträder“ stieß dahingegen auf keine Begeisterung.

Letztgenanntes Thema kam zur Sprache, weil eine in Bremen ansässige Firma Grundstückseigentümer aus der Ortschaft Eisdorf, Gemeinde Bad Grund sowie aus der Ortschaft Förste der für die Errichtung der Windkraftanlagen angestrebten Flächen zu einer Info-Veranstaltung geladen und gleich drei Standort-Varianten vorgelegt hatte.

Ortsratsmitlgied Frank Brakebusch legte diese vorgestellten Möglichkeiten vor: So könnten aus Firmensicht oberhalb des Königsweges in der Gemarkung Förste, südlich der Gemarkungsgrenze Eisdorf, vier Windkraftanlegen aufgestellt werden. Bei der zweiten Variante stünden in Richtung Pagenberg zwei Anlagen in der Gemarkung Eisdorf und eine in der Gemarkung Förste. Der Informant ließ aber auch nicht unerwähnt, dass aus Sicht der Bremer Firma durchaus eine Kombination beider Möglichkeiten berechenbar wäre, was bedeutet, dass sechs bis sieben Anlagen dort 250 Meter in die Höhe reichen würden.

Bei all den Überlegungen sei leider die große Beeinträchtigung von Natur und Landschaft nicht berücksichtigt worden. Denn gerade in den Berichten, wo die Windräder geplant sind, seien beispielsweise Milane und Uhu ansässig geworden. Aber auch die Beeinträchtigung der Eisdorfer Bürger werde sehr hoch sein, was bestimmt nicht auf Begeisterung stoßen werde.

Bürgermeister Harald Dietzmann äußerte sich zu den jetzt gestarteten Baumaßnahmen im Mühlenbeu, die in den nächsten Tagen mit Tiefbauarbeiten am Regenwasserkanal fortgesetzt werden. Auf Nachfrage führte er aus, dass für den Fall von unvorhergesehenen Kostensteigerungen sofort die Förderstelle darüber informiert werde. So werde die Chance aufrechterhalten, dass später auch auf Mehrkosten die 73prozentige Förderung gewährt würde. „Wir werden aber versuchen, den Finanzrahmen nicht zu überschreiten“. Was allerdings am Ende unter dem Strich stehen wird, sehe man erst, wenn das Unternehmen seine Abrechnung vorgelegt habe. In der Uferstraße stehe übrigens eine Fläche zur Verfügung, auf der insbesondere Baumaterial zwischengelagert werde.

Auf Willensen zu sprechen kommend, in dem die Breitbandversorgung wahrlich unterirdisch, also wirklich schlecht, ist, ließ Dietzmann durchblicken, dass die Telekom darüber informiert habe, von Badenhausen kommend bis nach Willensen ein Glasfaserkabel verlegen zu wollen. Damit werde lt. Telekom eine deutliche Verbesserung der Internetversorgung erreicht. Auch in Eisdorf gebe es sogenannte „weiße Flecken“, also Bereiche, in denen die Breitbandversorgung den heutigen Anforderungen nicht entspreche. Es bleibe abzuwarten, ob auch hier die Telekom nachrüsten werde.

Ortsbürgermeisterin Petra Pinnecke kam ebenfalls auf eine angestrebte Änderung zu sprechen. Sie legte offen dar, dass der Kreisverband des SoVD die Aktion „Barrierefrei - wir sind dabei“ gestartet hat und versicherte, dass auch die Ortschaft Eisdorf da mitmachen wolle. Im Mittelpunkt soll das im Mitteldorf gelegene ehemalige Gemeindebüro sein, dass von zahlreichen Vereinen genutzt wird. Um eine Gleichberechtigung von Behinderten möglich zu machen, soll zum Eingang eine Rampe führen und die Toilette im Erdgeschoss behindertengerecht umgebaut werden. Der Ortsrat sprach sich einstimmig für diese Maßnahme aus.

Petra Pinnecke rief aber auch dazu auf, sich an den für den 23. März fest eingeplanten Frühjahrsputz zu beteiligen. „Es wäre schön, wenn mehr als letztes Jahr dabei sein werden, da waren es nämlich nur vier Sammler“.

Der Bürgermeister verriet aber auch, dass das große Schild, welches an der Kreuzung Frankfurtern Straße Mitteldorf den Weg zum Sportzentrum weist, durch einer Schilderfahne ersetzt werden soll, auf der auch zu lesen ist, wie man zum Festplatz, zur Reithalle sowie zum Kultur- und Sportzentrum kommt. Wer in die Richtung geht, kann auch auf dem Spielplatz bei der Kirche sehen, dass dort für 9000 € ein neues Spielgerät aufgestellt wurde. „Das hat sich gelohnt“.

Weiter habe man am Pagenberg/Königstein, zwei Flächen neu verpachtet, Nutznießer ist ein Imker aus Förste, der dort Bienenkörbe aufstellen wird. Und der Rhumeverband habe versichert, dass sich auch in Eisdorf etwas an der Söse einiges passieren wird. Er habe für den Unterhaltungshaushalt immerhin 50000 € vorgesehen.

Letztendlich wurde einstimmig zur Kenntnis genommen, dass Rolf Renneberg aus Windhausen vom Rat der Gemeinde Bad Grund für eine weitere Amtszeit zum Schiedsmann gewählt werden wird. pb