Eisdorf

Ortsteil der Gemeinde Bad Grund (Harz)

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Marianne und Gotthard Sauermann feiern das Fest der Diamantenen Hochzeit

Diamente Hochzeit Sauermann

Marianne und Gotthard Sauermann. Foto: Bordfeld

Weihnachten 1951 lernten sich Marianne Brakebusch und Gotthard Sauermann beim Tanz kennen. Weil sie sich dann am 4. Mai 1957 das Ja-Wort gaben, feiern sie am heutigen Donnerstag das Fest der Diamanten Hochzeit.

Marianne Brakebusch erblickte am 29. Januar 1931 in Eisdorf das Licht der Welt, ging dort auch zu Schule, um danach eine Hauwirtschaftslehre zu absolvieren. Die Prüfung legte sie in Echte ab.

Gotthard Sauermann wurde am 24. Januar 1930 in Schönbrunn in dem in Schlesien gelegen Kreis Schweinitz als Sohn einer Landwirtschaftsfamilie geboren. Diese wurde 1947 wurde enteignet und ausgewiesen. Am 15. Juni desselben Jahres nahm der junge Gotthard die Lehre in Förste auf dem Hof von August Binnewies auf. Auf dem Hof Rusteberg in Schwiegershausen legte er die landwirtschaftliche Prüfung ab.

1951 pachteten seine Eltern in Eisdorf einen Hof, und genau in diesem Jahr begegnete er der Nachbarstochter Marianne Brakebusch. Doch weil beide etwas für eine gemeinsame Zukunft aufbauen wollten, traten sie erst sechs Jahre später vor dem Traualtar und zogen zusammen. 1964 übernahmen sie den Sauermann-Hof. Auch wenn sie 1973 in das Eigenheim In den Lägern zogen, bewirtschafteten sie das elterliche Anwesen weiter. Allerdings war 1975 das Ende der landwirtschaftlichen Zeit angesagt. Denn der Eigentümer wollte das gesamte Anwesen verkaufen und kündigte somit dem Pächter.

Doch die beiden steckten nicht den Kopf in den Sand. Letztendlich hatte Marianne Sauermann hatte ja auch als Hausfrau und Mutter von drei Kindern einen Fulltime-Job. Trotzdem half sie in der Familien-Bäckerei beim Backen und Verkauf. Gotthard Sauermann bekam bis zur Rente Arbeit als Fahrer beim Panzer Bataillon 12, welches in der Rommel-Kaserne in Osterode stationiert war.

Auch heute haben sich die Eltern zweier Jungen und eines Mädchens sowie Großeltern zweier Enkel nicht zur Ruhe gesetzt. Während er sich jeden Tag auf seinen Drahtesel schwingt, um rund zwölf Kilometer, die über Nienstedt, Förste, Badenhausen und zurück nach Eisdorf führen, unter die Pedalen zu nehmen, strickt sie für ihr Leben gern insbesondere Socken für Kinder und Enkelkinder.

Am heutigen Donnerstag beginnt der Gottesdienst in der St. Georg-Kirche um 14 Uhr, der übrigens musikalisch vom Gemischten Chor „Concordia“ umrahmt wird. Der liturgischen Feier schließt sich eine Kaffeetafel im Gemeinderaum an. pb