Kegeltruppe Eisdorf

Die Braunkohl- und Kegelfreunde zusammen mit den Majestäten: dem Königspaar 2015 Friedhelm und Heidrun Bertram (mit Kronen) und dem Königspaar 2016 Ingo Rath und Marlies Lehmann (hi. 3. u. 4. v. li), die den Braunkohltag 2017 ausrichten werden. Foto: Bordfeld

Friedhelm V. und seine angetraute Heidrun IV. wurden bereits im vergangenen Jahr in das Amt des Braunkohlkönigspaares erkoren. Ihre Gnaden waren es auch, die zur bereits 30sten Kohlwanderung aufgerufen und eingeladen hatten. Mittlerweile haben sie ihre Kronen an Marlies die III. und Ingo der IV. abgegeben.

Was haben nun „Blaublütige“ und Braunkohl (Grünkohl) miteinander zu tun? Um diese Frage zu beantworten, muss man in das letzte Jahrtausend, genauer gesagt, in das Jahr 1986 zurückgehen. Seit 1976 trafen sich neun Eisdorfer Paare zum Kegeln in den Verschiedenen umliegenden Kegelbahnen. Die Kegelgruppe, stammt aus der Kindergarten Fahrgemeinschaft (KIGAFAGE) zum Kindergarten Badenhausen. Weil Freunde aus dem Oldenburger Land mal zu Besuch kamen und einen Brauch aus ihrer Heimat mitbrachten, fassten die Freunde der runden Kugel den Entschluss, eben diese Tradition ab 1986 zu übernehmen. Und so entstand die Wanderung mit lustigen und unterhaltsamen Wanderspielen, wozu auch zum Abschluss Braunkohl mit Pinkel zu gehörten.

Zu besonderen Anlässen wurden auch mehrtägige Erlebnisfahrten mit Hotelübernachtung unternommen. So wurden, wie üblich auch im Februar 2016 nicht der Kegel-König oder der Pudel ermittelt, sondern die Wanderschuhe angezogen, um durch hiesige Felder und Wälder, durch Gemeinden und flaches Land zu laufen. Jedes Jahr wird eine andere Strecke unter die Füße genommen, nur das Essen ist geblieben. Und genau für die Organisation der Gaumenfreuden müssen sich immer die jeweiligen Braunkohl-Majestäten kümmern.

Waren es diesmal Heidrun und Friedrich Bertram, die Förste und damit das Restaurant „Zum schwarzen Bären“ ausgeguckt hatten, werden sich 2017 Marlies und Ingo Rath um den Weg und die Lokalität kümmern. So lange sie die Füße tragen, wollen sie diesen geschmackvollen Brauch nicht aufgeben. pb